Syrien: Hungernde Menschen warten auf Hilfe

Nach der Zustimmung des syrischen Regimes zu Hilfslieferungen warten mindestens 20 000 hungernde Menschen in der belagerten Stadt Madaja auf Lebensmittel.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen

Damaskus - Bislang sei in dem Ort kein Hilfstransport eingetroffen, berichtete der Aktivist Abdullah Nadschim dem arabischen Nachrichtensender Al-Arabija. Es seien am Stadtrand auch keine Vorbereitungen zu erkennen.

Ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sagte, die Hilfsorganisationen hätten die Erlaubnis für Lieferungen nach Madaja bekommen. Diese könnten wegen der Größe der Konvois erst am Sonntag erfolgen. Zudem sei Hilfe für die von Rebellen belagerten Orte Fua und Kefraja im Nordwesten Syriens gestattet worden.

Lesen Sie hier: Rekord bei Zuwanderung nach Deutschland

Madaja liegt nordwestlich von Damaskus und wird seit rund einem halben Jahr von Truppen des Regimes und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah belagert.

Rund 40 000 Menschen sind dort nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrecht eingeschlossen. Viele von ihnen hungern Aktivisten zufolge, weil es zu wenig Lebensmittel gibt. Hilfsorganisationen konnten eigenen Angaben zufolge zuletzt im Oktober Güter nach Madaja bringen.

Lesen Sie hier: Seehofers Obergrenze? - Nicht mit Merkel!

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières/MSF) erklärte, sie sei "extrem alarmiert. Seit Anfang Dezember seien 23 Menschen verhungert, unter ihnen sechs Säuglinge. Madaja sei ein "Gefängnis unter freiem Himmel" für schätzungsweise 20 000 Menschen, die seit Monaten wenig Nahrung bekommen hätten. "Es gibt keinen Weg hinein oder hinaus, so dass die Menschen dem Tod überlassen sind", heißt es in einer Stellungnahme.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren