Streiks in Griechenland: Fähren liegen in den Häfen

Im Hafen von Piräus liegen die Fähren vertäut, auch öffentliche Verkehrsmittel an Land stehen still: Gewerkschaften haben das öffentliche Leben in Griechenland am Morgen nahezu lahmgelegt.
| dpa
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Passanten stehen vor den angedockten Fähren im Hafen von Piräus.
Socrates Baltagiannis/dpa/dpa 3 Passanten stehen vor den angedockten Fähren im Hafen von Piräus.
Straßenbahnen in Athen bleiben im Depot.
Yorgos Karahalis/AP/dpa/dpa 3 Straßenbahnen in Athen bleiben im Depot.
Ein Mann sitzt am Kai im Hafen von Piräus.
Socrates Baltagiannis/dpa/dpa 3 Ein Mann sitzt am Kai im Hafen von Piräus.

Athen - Seeleute, Bus- und Bahnfahrer sowie Staatsbedienstete haben das öffentliche Leben in Griechenland mit Streiks fast zum Erliegen gebracht.

Vor allem in der Küstenschifffahrt und im Öffentlichen Nahverkehr herrschte lokalen Medienberichten zufolge Stillstand. Durch das Ausweichen auf Privatfahrzeuge bildeten sich Staus auf zahlreichen Straßen, was insbesondere in der Hauptstadt Athen zu Verkehrschaos führte. In der Ägäis und im Ionischen Meer sei keine Fähre auslaufen, berichteten griechische Medien. Am Mittag legten auch Journalisten für drei Stunden die Arbeit nieder.

Die Gewerkschaften in Griechenland fordern eine Erhöhung der Renten, die während der schweren Finanzkrise in den vergangenen zehn Jahren fast halbiert worden waren. Zudem werfen sie der Regierung der bürgerlichen Partei Nea Dimokratia (ND) unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vor, die Renten niedrig zu halten und die Privatisierung von Krankenkassen zu fördern. Ein entsprechendes Gesetz wurde dem Parlament bereits zu Billigung vorgelegt.

Die Regierung warf der im Juli vergangenen Jahres abgewählten Linkspartei Syriza unter Ex-Premier Alexis Tsipras und der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) vor, die Streiks gefördert zu haben. Man dürfe nie vergessen, was zur Krise in Griechenland geführt habe, erklärte Mitsotakis mit Blick auf die Schuldenpolitik früherer Regierungen während einer Sitzung seines Kabinetts am Dienstag.

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