Staatsakt in Hamburg: Letzte Ehre für Helmut Schmidt

In Hamburg findet heute die Trauerfeier für den verstorbenen Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt statt. Zahlreiche hochrangige Politiker haben im Michel Platz genommen.
| az/dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Henry Kissinger (l.), ehmaliger US-Außenminister und Weggefährte von Helmut Schmidt, hielt eine Trauerrede.
Henry Kissinger (l.), ehmaliger US-Außenminister und Weggefährte von Helmut Schmidt, hielt eine Trauerrede. © dpa

Hamburg - Staatsakt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen: Die Spitzen von Staat und Gesellschaft haben Abschied von Altkanzler Helmut Schmidt genommen.

Zu den 1800 Gästen in der Hamburger Hauptkirche Sankt Michaelis gehörten am Montag unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert sowie Weggefährten Schmidts wie Frankreichs Ex-Präsident Valérie Giscard d’Estaing und Ex-US-Außenminister Henry Kissinger. Auch die früheren Bundespräsidenten Roman Herzog, Horst Köhler und Christian Wulff erwiesen Schmidt die letzte Ehre.

Auch die früheren Bundespräsidenten Roman Herzog, Horst Köhler und Christian Wulff erwiesen Schmidt die letzte Ehre. In der ersten Reihe saßen unter anderen Schmidts Tochter Susanne und seine Lebensgefährtin Ruth Loah.

 

Kissinger: Schmidt war "eine Art Weltgewissen"

 

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) würdigte den am 10. November im Alter von 96 Jahren gestorbenen SPD-Politiker als größten Sohn der Hansestadt. Wir haben einen Giganten verloren, sagte Scholz. Es sei noch kaum vorstellbar, "dass wir künftig gesellschaftliche und politische Debatten ohne ihn werden führen müssen".

Kissinger sagte über seinen "besonderen Freund", dieser habe Mut und Visionen nie für sich reklamiert, aber sie verkörpert. Schmidt sei gebildeter als die meisten Politiker der Nachkriegszeit, "eine Art Weltgewissen", gewesen. Der aus Fürth stammende Kissinger hielt seine Rede auf Deutsch.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Schmidts hohes Ansehen basiere auf seiner Verantwortung und seiner Bereitschaft, sich auch schwierigsten Aufgaben zu stellen. Aus der DDR heraus habe sie als geborene Hamburgerin das entschlossene Eingreifen Schmidts bei der Sturmflut von 1962 in Hamburg verfolgt. "Helmut Schmidt wird uns allen fehlen", sagte sie.

 

Letzte Ehre für Helmut Schmidt: Trauerzug durch Hamburg

 

Nach dem Staatsakt sollte es einen langen Trauerzug durch die Stadt geben, bei dem die Hamburger Schmidt die letzte Ehre erweisen wollten. Zuvor war dies wegen der hohen Sicherheitsvorkehrungen rund um den Michel nicht möglich. Im Rathaus war am Nachmittag ein Trauerempfang geplant.

Reaktionen zu Schmidts Tod:

Mit Musik von Johann-Sebastian Bach und der Begrüßung durch Hauptpastor Alexander Röder hatte der kirchliche Teil des Staatsakts begonnen. Schmidts Tod bringe vielen Menschen Trauer und Schmerz, sagte Röder. Der Sarg war in eine schwarz-rot-goldene Fahne gehüllt, die Kirche mit Sonnenblumen, weißen Lilien und Hortensien geschmückt.

 

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren