Spannung vor erster Vorwahl im US-Präsidentschaftsrennen

Langsam wird es Ernst: In Amerika beginnt die landesweite Serie an Vorwahlen im Zuge der Präsidentschaftswahl. Im parteiinternen Zweikampf bei Republikanern und Demokraten müssen sich Clinton und Trump ihren Mitkonkurrenten stellen.
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Auch für Hillary Clinton geht es so langsam in die entscheidende Phase. Sie muss sich dem erstaunlich starken Bernie Sanders stellen.
dpa Auch für Hillary Clinton geht es so langsam in die entscheidende Phase. Sie muss sich dem erstaunlich starken Bernie Sanders stellen.

Des Moines - Im Präsidentschaftsrennen der USA beginnt die Auswahl der Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien. Die Serie der Vorwahlen im Vorfeld der Präsidentenwahl am 8. November wird im Bundesstaat Iowa eröffnet.

Der umstrittene Multimilliardär Donald Trump führt derzeit laut Umfragen US-weit das republikanische Bewerberfeld deutlich an, bei den Demokraten hat Ex-Außenministerin Hillary Clinton klar die Nase vorn. Es ist jedoch nicht sicher, dass sie in Iowa Siege einfahren können.

Der kleine Staat im Mittleren Westen der USA hat zwar zahlenmäßig geringe Bedeutung für die Kandidatenkür. Ein gutes Abschneiden kann den Bewerbern jedoch wichtigen Rückenwind für die weiteren Vorwahlen geben.

Lesen Sie hier: Gegenauftritt zur TV-Debatte: Die Trump Show

Im republikanischen Feld liegt Trump nach einer jüngsten Umfrage auch in Iowa vorn, aber der erzkonservative texanische Senator Ted Cruz ist ihm auf den Fersen. Bei den Demokraten zeichnet sich in Iowa ein harter Zweikampf zwischen Clinton und dem unabhängigen Senator Bernie Sanders aus Vermont ab. Sanders, der sich selbst einen Sozialisten nennt, hat sich insgesamt bisher als stärkerer Konkurrent der Ex-First Lady erwiesen als ursprünglich erwartet.

 

Trump führt in den Umfragen

 

Einer jüngsten Umfrage im Auftrag der Lokalzeitung "Des Moines Register" zufolge kommt Trump in Iowa auf rund 28 Prozent und Cruz auf 23 Prozent der Stimmen. Auf Rang drei folgt Senator Marco Rubio aus Florida mit 15 Prozent. Abgeschlagen rangieren dahinter Bewerber wie Ben Carson oder Jeb Bush. Auf der demokratischen Seite führt Clinton in jüngsten Umfragen in Iowa durchschnittlich mit 3,3 Prozentpunkten vor Sanders, der dritte Bewerber, Martin O'Malley, ist mit Riesenabstand Letzter.

Gewählt wird in Iowa nach einem Caucus-Verfahren. Die Wähler werden auf 1681 Stimmbezirke aufgeteilt. In jedem findet eine Parteiversammlung statt, bei der über den Kandidaten diskutiert wird. Anschließend wird abgestimmt - bei den Republikanern geheim, bei den Demokraten offen. Mit ersten Trends wird nicht vor 6.00 Uhr deutscher Zeit am Dienstag gerechnet.

Die nächste Vorwahl steht am 9. Februar in New Hampshire an der Ostküste an. Offiziell werden die Spitzenkandidaten nach Abschluss der Vorwahlen in allen Bundesstaaten auf Parteitagen im Sommer bestimmt.

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