Kommentar

Spahns Pläne für Ungeimpfte: Das geht zu weit

Der AZ-Korrespondent Christian Grimm zu den Plänen von Jens Spahn zu weitreichenden Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte.
| Christian Grimm
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In den Corona-Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für Herbst und Winter steckt eine enorme Sprengkraft. Sie haben das Potenzial, die Gesellschaft in Geimpfte und Ungeimpfte zu spalten.

"Du kommst hier nicht rein"

Ungeimpften will der CDU-Minister in der kalten Jahreszeit bildlich gesprochen das Schild "Du kommst hier nicht rein" vor die Nase halten. Denn wenn sich eine vierte Welle aufbaut, sollen Ungeimpfte ab bestimmten Grenzwerten komplett aus Wirtshäusern und von Veranstaltungen ausgesperrt werden können. Egal, ob sie einen negativen Test vorweisen, oder nicht.

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Schmaler Grat zwischen Freiheit und Sicherheit

Aus der Sommerperspektive mit niedrigen Corona-Fallzahlen macht sich Unbehagen darüber breit. Die Minderheit derjenigen, die sich partout nicht impfen lassen will, wird empört den Kopf schütteln.

Sie hat auch einen gewichtigen Punkt: Warum wird die Freiheit gesunder Bürger derart eingeschränkt? Jens Spahn hat mit seinem Konzept den schmalen Grat zwischen Freiheit und Sicherheit verlassen.

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