Soldat als Flüchtling: Bezeichnendes Chaos

Die Nachrichten-Chefin Natalie Kettinger über das Behörden-Versagen im Fall Franco A.
| Natalie Kettinger
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Dass sich ein Mann als syrischer Flüchtling tarnen kann, der nicht einmal arabisch spricht, zeigt, wie schlampig im BAMF mitunter gearbeitet wird.
dpa/AZ Dass sich ein Mann als syrischer Flüchtling tarnen kann, der nicht einmal arabisch spricht, zeigt, wie schlampig im BAMF mitunter gearbeitet wird.

Ein Deutscher, der Französisch aber kein Arabisch spricht, gibt sich als Syrer aus und erhält Asyl. Das ist nicht nur absurd, sondern bezeichnend für die chaotische Arbeitsweise des Bundesamtes für Migration – auch nach Ende der sogenannten Flüchtlingswelle im Sommer 2015. Tatsächlich stellt sich die Frage, wer unter diesen Umständen als Schutzsuchender getarnt ins Land geschlüpft sein könnte. Noch dringender sollte sich die Politik aber damit befassen, wer hierzulande im Namen des Staates an der Waffe ausgebildet wird. Die Zahl der rechtsradikalen Vorfälle in der Bundeswehr häufen sich, sexuelle Erniedrigung und Misshandlungen in der Truppe sorgen für Schlagzeilen.

Den Chef-Ausbilder abzusetzen war ein erster Schritt, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Weitere müssen folgen.

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