Sicherheitskonferenz in München: Beängstigende Befunde

AZ-Korrespondent Marcus Sauer über die Sicherheitskonferenz in München.
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Ein Polizist mit Sprengstoffhund vor dem "Bayerischen Hof".
dpa/AZ Ein Polizist mit Sprengstoffhund vor dem "Bayerischen Hof".

Manche Fragen, die die Siko-Teilnehmer 2017 umtrieben, spielen heute eine weniger große Rolle – die Angst vor Donald Trump etwa. Syrien jedoch steht weiter ganz oben auf der Agenda. Und das Thema hat durch die Intervention der Türkei gegen die Kurden-Miliz YPG neue Brisanz bekommen. Weil es zur Konfrontation zwischen türkischen und US-Truppen kommen könnte, die die YPG unterstützen. Anhänger von Diktator Assad haben versucht, die Schwäche der Kurden zu nutzen. Die USA haben die Angreifer aus der Luft attackiert. Und dabei russische Privat-Söldner getötet. Mittlerweile hat es eine direkte Eskalation zwischen Israel und Iran gegeben.

All das zeigt, wie gefährlich der Konflikt ist. Washington und Moskau könnten gemeinsam für Stabilität sorgen. Doch das Misstrauen ist so tief – auch zwischen den USA und China –, dass Konferenz-Chef Wolfgang Ischinger zum Schluss kommt, die Gefahr einer militärischen Konfrontation zwischen den Großmächten sei seit Ende der UdSSR nie so groß gewesen. Er schließt einen Krieg aus Versehen nicht aus. Ein beängstigender Befund. Umso bedeutsamer ist diese Konferenz. Argumente austauschen. Neues Vertrauen aufbauen. Reden. Das ist das Wichtigste in unruhigen Zeiten.

Alle Infos zur Sicherheitskonferenz finden Sie in unserem Übersichtsartikel.

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