Selenskyj fordert Nato-Beschlüsse nach Raketenangriff

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit schweren Angriffen überzogen. Nach den vielen zivilen Opfern fordert der ukrainische Präsident Selenskyj eine Reaktion auch von der Nato.
dpa |
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Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert weitere Hilfe bei der Flugabwehr gegen die russischen Raketen. (Archivbild)
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert weitere Hilfe bei der Flugabwehr gegen die russischen Raketen. (Archivbild) © Niall Carson/PA Wire/dpa
Kiew

Nach dem schweren Drohnen- und Raketenangriff auf Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Nato zu mehr Hilfe bei der Flugabwehr aufgerufen. "Es ist äußerst wichtig, dass die Welt, allen voran Amerika und unsere europäischen Partner, vom Nato-Gipfel starke Entscheidungen zur Unterstützung unserer Luftabwehr und zum Schutz von Zivilisten mitbringen", schrieb Selenskyj bei Telegram. Seinen Angaben nach hat Russland bei dem Angriff in Kiew 11 Menschen getötet und etwa 60 verletzt. Auch im Umland gebe es 3 Tote und 16 Verletzte, schrieb er.

Seinen Angaben nach hat das russische Militär in der Nacht neben 351 Drohnen auch 68 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. "Unsere Kämpfer haben heute ein gutes Resultat beim Abschuss von Drohnen und Marschflugkörpern gezeigt, aber leider nicht gegenüber der russischen Ballistik". Grund dafür sei das Fehlen von Flugabwehrraketen in der Ukraine, klagte Selenskyj. 

Ballistische Raketen kann Kiew nur mithilfe westlicher Flugabwehrsysteme, speziell des US-Raketenkomplexes Patriot abwehren. Wenn Patriot-Raketen in den Lagern der Verbündeten verstaubten, ermutige das Russland nur, seinen Krieg gegen Wohnhäuser fortzusetzen, schrieb der ukrainische Staatschef.

Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder treffen sich am 7. und 8. Juli in Ankara, um über die Lage in der Welt und die Zukunft des Militärbündnisses zu sprechen. Dabei geht es auch um weitere Milliardenhilfen für Kiew. Ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und Selenskyj steht auf dem Plan.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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