Schwarz-schwarze Kampfabstimmung

Heute will Siegfried Schneider neuer BLM-Chef werden
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Muss in die Kampfabstimmung um den BLM-Chefposten: Siegfried Schneider, hier mit Noch-Chef Horst Seehofer.
dpa Muss in die Kampfabstimmung um den BLM-Chefposten: Siegfried Schneider, hier mit Noch-Chef Horst Seehofer.

MÜNCHEN Das wird heute eine ganz heißer Tag für Noch-Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider. Erst muss er um 9.15 Uhr die bayerische Regierungszentrale gegen den Vorwurf verteidigen, sie sei mit ihren Resonanzstudien die Wahlkampfzentrale der CSU. Danach muss Schneider in Neuperlach in eine Kampfabstimmung. Um 13.30 Uhr beginnt in der Landeszentrale für Neue Medien (BLM) die Wahl von Bayerns obersten Medienwächter.
Zum ersten Mal treffen dort die Kandidaten zusammen. Schneider war seiner Herausforderin, der Journalismusprofessorin Gabriele Goderbauer-Marchner, die ebenfalls bei der CSU ist, bisher aus dem Weg gegangen, damit sie ihre fachliche Überlegenheit nicht ausspielen konnte. Er schwieg eisern zu allen Fragen um das BLM-Amt.
Um Kompetenz aber scheint es der Mehrheit der Medienräte eh nicht zu gehen. Sie erhoffen sich, dass der CSU-Minister durch seine politischen Kontakte mehr Fördergelder heranschafft. Dafür wird er nach seinem Ausscheiden aus Kabinett und Landtag auch fürstlich entlohnt – mit 220000 Euro. Seine Konkurrentin wäre mit 160000 Euro zufrieden gewesen.
Nach Schneiders Wahl muss sich Ministerpräsident Horst Seehofer eine/n neue/n Staatskanzleichef/in suchen. Aussichtsreiche Kandidaten sind: Frauen-Unions-Chefin Angelika Niebler, Kultus-Staatssekretär Marcel Huber und Thomas Kreuzer, Leiter des BayernLB-Untersuchungsausschusses. Die Oberbayern-CSU, deren Chef Schneider ist, soll Verbraucherministerin Ilse Aigner übernehmen.

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