Bund und Länder einigen sich auf neuen Bußgeldkatalog

Autofahrer müssen sich auf höhere Bußgelder beim Falschparken oder bei Geschwindigkeitsübertretungen einstellen. Die Verkehrsminister einigten sich in einem langen Streit.
| dpa
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Ein Polizist während einer Geschwindigkeitskontrolle an einer Bundesstraße.
Ein Polizist während einer Geschwindigkeitskontrolle an einer Bundesstraße. © Uwe Anspach/dpa/Symbolbild
Bremen

Bund und Länder haben sich nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums auf einen neuen Bußgeldkatalog geeinigt. Der sehe in vielen Punkten eine deutliche Erhöhung der Bußgelder für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung vor.

Die Einigung wurde demnach am Freitag bei der Verkehrsministerkonferenz (VMK) unter dem Vorsitz Bremens erzielt.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bezeichnete die Einigung als einen "Riesendurchbruch". Es handele sich um einen "sehr fairen Kompromiss", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die neuen Regeln seien einstimmig beschlossen worden und Fahrverbote vom Tisch, bestätigte das Bundesverkehrsministerium in einer ersten Reaktion. Zu Grunde lag ein Kompromisspapier der VMK-Vorsitzenden und Bremer Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne).

Der Streit zog sich seit Februar vergangenen Jahres hin. Damals war die Änderung der StVO beschlossen, dann aber wegen eines Formfehlers wieder kassiert worden. Deshalb galten die alten Strafen weiter - was auch neue Regeln zum besseren Schutz von Radfahrern blockierte.

Die Einigung sei überraschend gekommen, aber am Donnerstagabend habe es gute Kamingespräche gegeben, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Am Nachmittag sollen die Einigung und die Bußgeldregeln bei einer Pressekonferenz vorgestellt werden.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-229912/5

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