Sabotageplan in Nürnberg? Zwei Männer in U-Haft

Brandbeschleuniger, ein unbekanntes Ziel und ein möglicher Auftrag aus dem Ausland: Zwei Belarussen sitzen in Bayern in Untersuchungshaft. Was die Ermittler über den mutmaßlichen Sabotageplan wissen.
dpa |
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Die Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. (Symbolbild)
Die Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa
München/Nürnberg

Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen zwei Männer, die im Raum Nürnberg einen Sabotageanschlag mit Brandbeschleunigern geplant haben sollen - und zwar im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung und gegen Bezahlung. 

Ziel sei ein noch nicht näher bekanntes Gebäude oder eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur gewesen, teilte die Behörde mit. Dieses sollte demnach angezündet werden und der Brand einen nicht unerheblichen Sachschaden verursachen, "um die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden". Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet.

Ermittelt werde wegen Verabredung zu einem Verbrechen der Brandstiftung und Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Die bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) habe das Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übernommen. 

Ermittlungen auch in Rumänien

Bei den Verdächtigen handelt es sich den Angaben nach um zwei belarussische Staatsangehörige, 50 und 39 Jahre alt. Die Beschuldigten seien seit dem 7. Oktober in Untersuchungshaft. Zugleich gebe es ein Ermittlungsverfahren gegen die Männer in Rumänien. Die Behörden dort hätten in Deutschland darum ersucht, die Beschuldigten auszuliefern. Sie blieben aber zunächst in Deutschland inhaftiert, hieß es. Zum Gegenstand des rumänischen Verfahrens konnte die Generalstaatsanwaltschaft keine weiteren Auskünfte erteilen.

Nach "Spiegel"-Informationen ermitteln die rumänischen Sicherheitsbehörden gegen die Belarussen, weil diese in der Nacht zum 14. September an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der rumänischen Stadt Brasov beteiligt gewesen sein sollen. Dort habe auch ein Rüstungsunternehmen Produktionsstätten. Wie das Magazin weiter schreibt, sollen die Verdächtigen nach Erkenntnissen des rumänischen Geheimdiensts SRI einem von Russland gesteuerten Spionage- und Sabotagenetzwerk angehören. Für die Männer gilt die Unschuldsvermutung.

Erst Mitte Oktober waren zwei mutmaßlicher Saboteure in Deutschland festgenommen worden, die einen Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Polen verübt haben sollen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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