Russland: Viele Tote nach ukrainischem Drohnenangriff

Kiew wehrt sich in seinem Verteidigungskampf gegen Moskaus Angriffskrieg mit immer massiveren Drohnenattacken. Dabei sterben nun diesmal viele Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan.
dpa |
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Die russische Teilrepublik Tatarstan meldet nach einem ukrainischen Drohnenangriff viele Tote und Verletzte. (Archivbild)
Die russische Teilrepublik Tatarstan meldet nach einem ukrainischen Drohnenangriff viele Tote und Verletzte. (Archivbild) © picture alliance / Christian Charisius/dpa
Nischnekamsk/Tobolsk

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan laut Behörden mindestens 13 Menschen getötet worden. 78 Menschen hätten ärztliche Hilfe benötigt und davon seien 25 ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan. 

Bei dem Angriff sei auch eine Unterkunft für Arbeiter schwer beschädigt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Behörden. Dort seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Bürger Usbekistans und Tadschikistans.

Der Bürgermeister von Nischnekamsk, Radmir Beljajew, hatte zuvor von einem massiven Angriff mit ukrainischen Drohnen auf Industrieanlagen und zivile Objekte sowie von Toten berichtet. Ukrainische Medien meldeten, dass dort eine der größten Ölraffinerien angegriffen worden sei. Später bestätigte der Generalstab in Kiew den Angriff auf die Raffinerie "Taneko" in Nischnekamsk.

Ukrainische Drohnen auch über Westsibirien

Auch im westsibirischen Gebiet Tjumen kam es zu ukrainischen Drohnenangriffen. Nach Angaben des Gebietsgouverneurs Alexander Moor brach nach dem Absturz von "mehreren Drohnen" auf dem Territorium eines Industrieunternehmens ein Brand aus. Konkrete Aussagen zum Ort machte er nicht. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten allerdings Medienberichten zufolge Flammen um eine Raffinerie in Tobolsk. Die Industriestadt ist mehr als 2.000 Kilometer von der Ukraine entfernt.

Der Generalstab in Kiew bestätigte einen Angriff auf einen Petrochemiebetrieb in Tobolsk. Dort würden militärisch wichtige Rohstoffe produziert, hieß es zur Begründung in der Mitteilung.

Kiew greift in seinem Abwehrkampf gegen Moskaus Angriffskrieg immer wieder Anlagen der russischen Ölindustrie an. Ziel ist es, der Kriegsmaschinerie Moskaus so die wichtigen Einnahmen etwa aus dem Export der Energie zu nehmen. Bei den ukrainischen Gegenangriffen kamen zuletzt auch vermehrt Zivilisten ums Leben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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