Russland greift ukrainische Ziele vor neuen Verhandlungen an

Moskau hat vor neuen Verhandlungen mit Kiew über ein Ende des Kriegs angekündigt, keine Energieanlagen mehr zu beschießen. Stattdessen wählte Russland andere Ziele.
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Auch ohne neue russische Angriffe auf Energieanlagen machen den Menschen in Kiew die bisherigen Schäden an der Infrastruktur täglich zu schaffen. (Archivbild)
Auch ohne neue russische Angriffe auf Energieanlagen machen den Menschen in Kiew die bisherigen Schäden an der Infrastruktur täglich zu schaffen. (Archivbild) © Dan Bashakov/AP/dpa
Moskau

Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt. Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Ministerium mit.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben.

Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Russland erklärte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen.

Russische Angriffe verlagert vor neuen Verhandlungen

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass diese begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen. Trump selbst hatte von einer einwöchigen Pause gesprochen, die Kremlchef Wladimir Putin ihm zugesagt habe. 

Zwar erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass es keine Vereinbarung zwischen den Kriegsparteien über eine solche Feuerpause gebe. Er wolle sich aber auch daran halten und keine Objekte der russischen Ölindustrie angreifen, wenn Russland seine Ankündigung wahrmache.

Selenskyj hatte am Freitag auch bestätigt, dass keine Energieanlagen angegriffen worden seien. Er erklärte, dass aus seiner Sicht die einwöchige Pause seit diesem Tag gelte. Zugleich berichtete er, dass Russland seine Angriffe verlagert habe und nun Verkehrsinfrastruktur unter Beschuss nehme.

Die Ukraine wehrt sich seit bald vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Selenskyj hatte zuletzt wegen der russischen Angriffe auf Energieanlagen, die zu massiven Strom- und Heizungsausfällen führten und die Lage der Menschen verschlimmerten, die westlichen Verbündeten aufgerufen, ihre zugesagten Luftabwehrraketen rasch zu liefern.

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