Rumänien schießt fremde Drohne im eigenen Luftraum ab

Immer wieder dringen russische Drohnen in sein Hoheitsgebiet ein. Das Nato- und EU-Land Rumänien zeigte bislang Zurückhaltung im Umgang mit den Eindringlingen - das dürfte sich jetzt aber ändern.
von  dpa
Kampfjets der rumänischen Luftwaffe haben eine fremde Drohne im rumänischen Luftraum abgeschossen. (Archivbild)
Kampfjets der rumänischen Luftwaffe haben eine fremde Drohne im rumänischen Luftraum abgeschossen. (Archivbild) © Andreea Alexandru/AP/dpa

Die rumänische Luftwaffe hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Bukarest eine fremde Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des Nato- und EU-Landes eingedrungen war. Der Pilot des F-16-Kampfjets habe das eingedrungene Objekt über unbewohntem Gebiet nahe Padina im ostrumänischen Kreis Buzau mit einer Rakete eliminiert, teilte das Ministerium auf seiner Webseite mit. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mediafax handelte es sich um den ersten Abschuss einer Drohne im rumänischen Luftraum. 

Über die Herkunft des Flugobjekts machte das Ministerium zunächst keine Angaben. Rumänien hat eine rund 600 Kilometer lange Grenze zu der von Russland angegriffenen Ukraine. In der Vergangenheit waren mehrere Dutzend russische Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Um sie abschießen zu können, hatte Bukarest erst im Vorjahr gesetzliche Grundlagen geschaffen. Weiterhin besteht die Sorge, dass die Trümmer abgeschossener Flugobjekte die Bevölkerung am Boden gefährden könnten. 

Wie das Verteidigungsministerium weiter mitteilte, waren im Rahmen des Einsatzes am Freitag auch zwei italienische Kampfflugzeuge sowie eine weitere rumänische F-16 von der Luftwaffenbasis Fetesti im Südosten des Landes aufgestiegen. Die Bevölkerung am Boden sei vor der Gefahr herabfallender Trümmerteile gewarnt worden. 

Verteidigungsminister Radu Miruta beglückwünschte die Piloten zu dem Einsatz. "Durch ihre Professionalität, Besonnenheit und schnelle Reaktion haben sie eine Drohne neutralisiert, die unbefugt in den rumänischen Luftraum eingedrungen war", schrieb er auf seiner Facebook-Seite.

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