Rubio: Iran will Interkontinentalraketen entwickeln

Der Iran versucht nach Darstellung von US-Außenminister Marco Rubio, Interkontinentalraketen zu entwickeln. Man habe bereits beobachten können, wie der Iran die Reichweiten jener Raketen erhöht habe, über die das Land bereits verfüge, sagte Rubio vor Journalisten in der Hauptstadt des Inselstaats St. Kitts und Nevis, Basseterre. Es sei klar, dass sich der Iran auf dem Weg dazu befinde, eines Tages Waffen entwickeln zu können, die die USA erreichen könnten.
Der Iran besitze bereits Waffen, die große Teile Europas bedrohen könnten, sagte Rubio. Der Außenminister äußerte sich dabei verwundert darüber, dass Teheran trotz Sanktionen und enormer wirtschaftlicher Probleme weiter Geld finde, um in Raketen mit immer größerer Reichweite zu investieren. "Das ist eine untragbare Bedrohung", betonte Rubio, der auch Präsident Donald Trumps Nationaler Sicherheitsberater ist.
Rubio: Irans ballistischen Raketen "großes Problem"
Kurz vor einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA in Genf gab sich Rubio überzeugt, dass Diplomatie nie vom Tisch sei. Präsident Trump bevorzuge diplomatische Lösungen. Die an diesem Donnerstag anstehende dritte Verhandlungsrunde in diesem Jahr würde er lediglich als "nächste Gelegenheit zum Gespräch" bezeichnen, sagte Rubio bei seinem Besuch im Karibikstaat St. Kitts und Nevis am Mittwoch (Ortszeit).
Seinen Angaben nach sollen sich die indirekten Gespräche unter Vermittlung des Golfstaats Oman hauptsächlich auf das umstrittene iranische Atomprogramm fokussieren. Die US-Delegation wird vom Sondergesandten Steve Witkoff geleitet. Rubio sagte weiter, man hoffe, dass Fortschritte erzielt werden könnten. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, nicht zu vergessen, dass sich der Iran weigere mit den USA über seine ballistischen Raketen zu sprechen. "Das ist ein großes Problem", sagte Rubio.