Rubio: Brauchen "Plan B" zur Öffnung der Straße von Hormus

Die USA wollen, dass sich der Iran in einem Abkommen dazu verpflichtet, die Straße von Hormus zu öffnen. Außenminister Rubio will aber auch vorbereitet sein, falls das nicht gelingt.
dpa |
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Hat bei seinen Nato-Verbündeten um Unterstützung für einen "Plan B" zur Öffnung der Straße von Hormus geworben - US-Außenminister Marco Rubio.
Hat bei seinen Nato-Verbündeten um Unterstützung für einen "Plan B" zur Öffnung der Straße von Hormus geworben - US-Außenminister Marco Rubio. © Julia Demaree Nikhinson/Pool AP/AP/dpa
Helsingborg

US-Außenminister Marco Rubio hat beim Nato-Außenministertreffen in Schweden für einen "Plan B" zur Öffnung der Straße von Hormus geworben. Alle würden ein Abkommen mit dem Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio in Helsingborg. Falls sich der Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, und beschließe, sie zu kontrollieren und Mautgebühren für die Durchfahrt zu erheben, brauche man einen "Plan B". 

"Ich habe diesen Punkt heute angesprochen. Ich habe viel Zustimmung erhalten, (...) aber wir haben heute keine Ankündigung für Sie", fuhr Rubio fort.

Der US-Außenminister verwies darauf, dass ein internationales Bündnis unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet. Zugleich betonter er: "Aber wir brauchen einen Plan B für den Fall, dass jemand schießt – wie öffnet man dann die Meerenge wieder?" Er wisse nicht, ob das unbedingt eine Nato-Mission sein müsse, "aber es wären sicherlich Nato-Länder, die dazu beitragen können".

Rubio hob dabei hervor, dass die USA nicht auf Hilfe von Verbündeten angewiesen seien: "Die Vereinigten Staaten könnten es tun, aber es gibt Länder, die Interesse daran bekundet haben, möglicherweise an so etwas teilzunehmen, falls es tatsächlich so weit kommt." Konkrete Länder nannte er dabei nicht. 

Die Öffnung der Straße von Hormus ist einer der zentralen Streitpunkte in den stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hatte die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen nach Beginn des Kriegs weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA reagierten darauf mit einer eigenen Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

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