Rentner zunehmend auf Minijobs angewiesen

Die Zahl der Rentner mit Minijob hat seit 2003 deutlich zugenommen. Der Sozialverband VdK Deutschland deutet dies als Hinweis auf wachsende Altersarmut. Immer mehr Rentner rutschten unter die Altersarmutsschwelle wegen des niedrigen Rentenniveaus.
| dpa
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Ein älterer Herr streicht eine Wand auf der Leipziger Messe. Immer mehr Rentner brauchen Minijobs, weil ihnen die Rente nicht ausreicht.
dpa Ein älterer Herr streicht eine Wand auf der Leipziger Messe. Immer mehr Rentner brauchen Minijobs, weil ihnen die Rente nicht ausreicht.

Berlin - Immer mehr Rentner arbeiten für kleines Geld in Minijobs. Im März 2015 waren es bundesweit knapp 904 000. Das sind deutlich mehr als 2003, als nur knapp 533 000 über 65-Jährige geringfügig beschäftigt waren.

Dies geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Wie aus der Statistik hervorgeht, nahm die Zahl über die Jahre stetig zu. Die Branche mit den meisten Minijobbern über 65 Jahre ist mit 154 000 der Handel.

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Der Sozialverband VdK Deutschland sieht in der gestiegene Zahl an Rentnern mit Minijobs einen deutlichen Hinweis auf wachsende Altersarmut. "Die Bundesregierung darf das Problem der Altersarmut nicht länger kleinreden und die Tatsache ignorieren, dass immer mehr älteren Menschen ihre Rente nicht zum Leben reicht", sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. "Durch das Absenken des Rentenniveaus befinden sich die Neurenten seit Jahren im Sinkflug, so dass immer mehr Rentner unter die Armutsschwelle rutschen."

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Zimmermann sagte: "Der weitaus überwiegende Teil der älteren Menschen dürfte nicht zum Spaß und Zeitvertreib weiter arbeiten, sondern aus finanzieller Not." Ältere Menschen arbeiten ihrer Ansicht nach zunehmend über die gesetzliche Altersgrenze hinaus, "um der Armut zu entfliehen".

Bereits bekannt ist, dass immer mehr Menschen in Deutschland zusätzlich zu ihrem Einkommen oder der Rente auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Vor allem ältere Menschen brauchen sie, zuletzt mehr als eine halbe Million Senioren.

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