Papst mit eindringlichem Appell: "Schluss mit dem Krieg!"

Immer offener kritisierte Leo XIV. zuletzt angesichts der großen Gewalt auf der Welt Kriegsrhetorik und rief zum Frieden auf. Bei einem Friedensgebet im Vatikan findet der Pontifex erneut klare Worte.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Leo kritisierte unter anderem den Missbrauch von Religion für Gewalt.
Leo kritisierte unter anderem den Missbrauch von Religion für Gewalt. © Gregorio Borgia/AP/dpa
Rom

Mit eindringlichen Worten hat Papst Leo XIV. angesichts der aktuellen Weltlage ein Ende von Kriegen gefordert. "Schluss mit dem Krieg!", sagte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken bei einem großen Friedensgebet im Petersdom. An die Regierenden richtete der Papst in seiner Predigt einen direkten Appell: "Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!"

Die Welt erlebe derzeit eine dramatische Zuspitzung: Es gebe "anscheinend noch nicht genug Gräber, weil man weiter kreuzigt und Leben vernichtet, ohne Recht und ohne Gnade", kritisierte Leo mit Blick auf anhaltende Kriege, Konflikte und tödliche Gewalt. Der Pontifex sprach von "Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden".

"Setzt euch an den Tisch des Dialogs!"

Leo kritisierte erneut den Missbrauch von Religion für Gewalt: "Sogar der heilige Name Gottes, des Gottes des Lebens, wird für Todesreden herangezogen." Überall seien Drohungen statt Aufrufe zum Zuhören und zur Begegnung zu vernehmen. Wer bete, töte nicht und drohe nicht mit dem Tod.

Mit scharfen Worten verurteilte er Machtstreben in Verbindung mit Gewalt: "Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!" Wahre Stärke zeige sich "im Dienst am Leben".

An die Regierenden der Welt gerichtet sagte er: "Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden!"

Zuletzt immer offener Kritik an Kriegsrhetorik

Zu dem Friedensgebet hatte der Papst bereits vor wenigen Tagen eingeladen. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran verurteilte Leo - der erste Papst aus den USA - ungewöhnlich scharf und nannte sie "wirklich inakzeptabel".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.