Pakistan: Anschlag auf Schiiten-Moschee - 43 Tote

Immer wieder werden Schiiten in Pakistan zum Ziel blutiger Anschläge. Nun traf es erneut eine ihrer Moscheen. Bei dem Selbstmordattentat starben mindestens 43 Personen.
| dpa
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Bei einem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee starben mindestens 43 Personen. Dutzende wurden schwer verletzt. Bisher hat sich noch niemand zur Tat bekannt.
dpa 3 Bei einem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee starben mindestens 43 Personen. Dutzende wurden schwer verletzt. Bisher hat sich noch niemand zur Tat bekannt.
Bei einem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee starben mindestens 43 Personen. Dutzende wurden schwer verletzt. Bisher hat sich noch niemand zur Tat bekannt.
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Bei einem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee starben mindestens 43 Personen. Dutzende wurden schwer verletzt. Bisher hat sich noch niemand zur Tat bekannt.
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Immer wieder werden Schiiten in Pakistan zum Ziel blutiger Anschläge. Nun traf es erneut eine ihrer Moscheen.

Islamabad - Bei dem zweiten schweren Bombenanschlag auf Schiiten in Pakistan binnen drei Wochen sind in einer Moschee im Süden des Landes mindestens 43 Gläubige getötet worden. Mehr als 50 weitere seien bei dem Attentat in Shikarpur in der Provinz Sindh verletzt worden, teilten Polizei und Ärzte eines Krankenhauses mit.

Der Sprengsatz sei während des Freitagsgebets explodiert. Ein junger Selbstmordattentäter habe sich in dem schiitischen Gotteshaus in die Luft gejagt, berichtete der Sender Geo TV unter Berufung auf Augenzeugen. Die Polizei machte zum Hergang zunächst keine Angaben.

Lesen Sie hier: Explosionen in Ägypten: 20 Tote nach ISIS-Terror

"Der Zustand einiger Verletzter ist kritisch", sagte ein Arzt des örtlichen Krankenhauses. Vor dem Gebäude protestierten wütende Angehörige dagegen, dass die Verletzten angeblich nicht ausreichend versorgt würden. Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand. In dem Land verüben sunnitische Extremisten immer wieder Anschläge auf die schiitische Minderheit, weil sie diese für Glaubensabtrünnige halten. Etwa 20 Prozent der Pakistaner sind Schiiten.

Schiitenführer Amin Shaheedi kritisierte, die Regierung habe dabei versagt, solche Angriffe zu verhindern. Zudem kündigte er eine dreitägige Trauer an. Premier Nawaz Sharif verurteilte den Anschlag. Am Donnerstag hatten Offizielle erklärt, religiöse Minderheiten in Pakistan würden künftig besser geschützt. Sicherheitskräfte sollten unter anderem deren Gotteshäuser verstärkt bewachen. Zuvor hatte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) einen mangelnden Schutz der Minderheiten in dem Land beklagt.

Erst am 10. Januar hatte ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in der nordpakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen.

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