OECD: Deutschland bei Abgabenlast auf Platz zwei

Deutschland gehört bei der Steuer- und Abgabenlast unter den Industrieländern weiter zu den Spitzenreitern. Nach einer am Dienstag vorgelegten Studie der OECD musste ein lediger Angestellter ohne Kind im vergangenen Jahr im Schnitt 49,4 Prozent an den Staat abliefern.
| dpa
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Euro-Geldscheine in einer Filiale der Bundesbank.
Bernd Wüstneck/dpa Euro-Geldscheine in einer Filiale der Bundesbank.

Berlin - Im Kreis der OECD-Länder rangiert Deutschland damit auf dem zweithöchsten Platz. Nur in Belgien fiel die Abgabenlast für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener noch höher aus. Die Belastung der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben sowie abzüglich staatlicher Zuschüsse in Deutschland lag auch im Jahr 2016 deutlich über dem Durchschnitt aller 35 OECD-Länder. Was vor allem an den vergleichsweise hohen Sozialabgaben liege, die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen werden, heißt es.

Die Belastung der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben sei im OECD-Raum insgesamt erneut leicht gesunken, sagte OECD-Experte Pascal Saint-Amans. "Allerdings ist dieser Trend vor allem das Resultat von Reformanstrengungen in einigen wenigen Ländern." Steuersenkungen könnten vor allem im Bereich der kleinen und mittleren Einkommen Arbeitsanreize schaffen und so ein wichtiger Motor für Wachstum sein, das allen zugute komme.

Lesen Sie hier: EZB-Rat Liikanen - Zinsen bleiben weiter niedrig

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