Kommentar

Neues Betreuungsrecht: Licht ins Dunkel

Die Politik-Vize Lisa Marie Albrecht über das neue Betreuungsrecht.
von  Lisa Marie Albrecht

Mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind in gesetzlicher Betreuung – dennoch taucht das Thema in der politischen Agenda selten auf. Es ist kein Wahlkampfschlager, und Betroffene haben kaum eine Lobby.

Betreuungsrecht: Reform verspricht mehr Selbstbestimmung

Umso erfreulicher ist es, dass nun endlich eine Reform mehr Selbstbestimmung verspricht und klare(re) Regeln und Qualifikationen für Betreuer vorschreibt. Damit, so hofft man, wird etwas Licht ins Dunkelfeld der rechtlichen Betreuung kommen, die noch immer viel zu oft von Kriminellen ausgenutzt wird, um sich an betreuten Personen zu bereichern. Heillos überforderte Rechtspfleger, die nicht in der Lage sind, die Betreuer angemessen zu kontrollieren, sind da nur ein Problem.

Die Politik tut gut daran, sehr genau hinzuschauen – nicht zuletzt, weil sich in Zeiten des demografischen Wandels und steigender Demenzraten die Zahl der Menschen, die Betreuung benötigen, künftig stark erhöhen dürfte. Für jeden einzelnen gilt: Wer sichergehen will, dass die eigenen Wünsche wirklich respektiert werden, der sorgt vor: mit einer Betreuungsvollmacht.

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