Großer russischer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen
Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Das ging aus Warnungen der ukrainischen Luftwaffe auf der Plattform Telegram hervor. Das Militär warnte auch ausdrücklich vor einem möglichen russischen Angriff mit der besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik.
Das Portal "The Kyiv Independent" sprach von "einer Reihe von Explosionen" in der Hauptstadt. Augenzeugen in sozialen Medien berichteten ebenfalls von Explosionsgeräuschen. Das gesamte Ausmaß des russischen Angriffs auf Kiew und dessen Folgen waren in der Nacht nicht sofort absehbar. Auch andere Landesteile wurden angegriffen.
Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.
Selenskyj warnt vor Oreschnik: Bürger sollen Bunker aufsuchen
Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstagabend gewarnt, es sei mit einem Oreschnik-Angriff zu rechnen. Auch Kiew sei in Gefahr, sagte er unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse. Er warnte vor einem möglichen kombinierten russischen Angriff mit verschiedenen Waffentypen und forderte die Bürger auf, bei Luftalarm die Schutzbunker aufzusuchen.
Ob Russland bei dem neuen Angriff auf Kiew in der Nacht tatsächlich auch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete einsetzte, blieb zunächst unklar.
Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine.
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