Namen bei Wahl zu ähnlich? Trump befiehlt Klage gegen Alaska

Ein abgekartetes Spiel der Demokraten oder doch reiner Zufall? Im nördlichsten US-Bundesstaat konkurrieren zwei Republikaner um einen Senatsposten. Nun hat sich der Präsident eingeschaltet.
dpa |
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Bei der Vorwahl in Alaska traten gleich zwei Republikaner namens Sullivan an. (Archivbild)
Bei der Vorwahl in Alaska traten gleich zwei Republikaner namens Sullivan an. (Archivbild) © Mark Thiessen/AP/dpa
Washington/Juneau

Anderthalb Wochen vor den US-Parlamentswahlen hat Präsident Donald Trump eigenen Angaben zufolge einen drastischen Eingriff in die Wahlen im Bundesstaat Alaska befohlen. Auf die Frage, was er von einer Klage gegen Alaska wegen Verwechslungsgefahr der beiden republikanischen Kandidaten bei der Wahl halte, antwortete er vor Journalisten: "Ich war es, der gesagt hat: Mach es!"

Zuvor hatte das US-Justizministerium eine Klage gegen den Bundesstaat eingereicht, weil es eine Verwechslungsgefahr zwischen den zwei republikanischen Kandidaten, die beide Sullivan heißen, beim Rennen für den dortigen Senatssitz sieht. Damit soll verhindert werden, dass die Wahlergebnisse bestätigt werden, sollten dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan aufgrund einer Namensverwechslung durch den ebenfalls republikanischen Herausforderer Dan J. Sullivan Stimmen fehlen. 

Im umkämpften Bundesstaat Alaska konkurrieren mehrere Politiker um einen Senatsposten: Neben dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan und der Demokratin Mary Peltola tritt auch der ebenfalls republikanische Herausforderer Dan J. Sullivan an. Bei den US-Kongresswahlen am 3. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatsposten neu gewählt. 

Das Justizministerium wirft dem unbekannten Außenseiter vor: "Der einzige Zweck seiner Kandidatur ist es, Peltolas Wahlkampf zu fördern, indem die Zahl der Stimmen für Senator Sullivan reduziert wird." So habe sich der Herausforderer erst kurz vor der Erklärung seiner Kandidatur den Republikanern angeschlossen. Zudem habe er denselben Namen wie der Amtsinhaber beantragt, obwohl er diesen "zuvor nie" in dieser Kurzform verwendet habe. 

Verwechslungsgefahr beschäftigt Gerichte nicht zum ersten Mal 

Im Falle einer Niederlage des derzeitigen Senators Sullivan fordert das US-Justizministerium, dass erst eine Untersuchung feststellen müsse, ob Sullivan ohne seinen nahezu namensgleichen Kontrahenten auf dem Wahlzettel mehr Stimmen erhalten hätte. Dadurch solle die "Integrität der Senatswahl 2026 in Alaska" geschützt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine mögliche Verwechslungsgefahr Gegenstand einer juristischen Auseinandersetzung war. Bereits zuvor hatte die Wahlleiterin Alaskas versucht, den Herausforderer Sullivan vom Stimmzettel zu streichen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates entschied allerdings, dass Sullivan rechtmäßig antreten dürfe. 

Der derzeitige Senator Dan S. Sullivan vertritt den Bundesstaat seit 2015 in Washington. Über Dan J. Sullivan ist nur wenig zu erfahren. Anders als die anderen Kandidaten hat der 69-Jährige keine Wahlkampfauftritte absolviert.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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