Nach rassistischem Video: Obama spricht von "Clown-Show"

Barack Obama findet klare Worte nach der jüngsten Entgleisung des aktuellen US-Präsidenten. Für die Menschen im Land zählten hingegen noch Werte wie Anstand und Freundlichkeit, so Obama.
dpa |
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Der frühere US-Präsident Barack Obama vermisst im aktuellen politischen Diskurs Anstand und Respekt für das Amt, das er von 2009 bis 2017 innehatte. (Archiv)
Der frühere US-Präsident Barack Obama vermisst im aktuellen politischen Diskurs Anstand und Respekt für das Amt, das er von 2009 bis 2017 innehatte. (Archiv) © Mamta Popat/Arizona Daily Star/AP/dpa
Los Angeles

Nach der rassistischen Darstellung in einem von Amtsinhaber Donald Trump verbreiteten Video hat sich der frühere US-Präsident Barack Obama indirekt dazu geäußert. Obama sprach in einem Interview mit dem Podcaster Brian Tyler Cohen von einer Art "Clown-Show", die sich in sozialen Medien und im Fernsehen abspiele. 

Cohen hatte Obama zuvor auf die Entwicklung des politischen Diskurses angesprochen und dabei auch das Video erwähnt, das Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen darstellte. "Ich denke, es ist wichtig zu erkennen, dass die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung dieses Verhalten zutiefst verstörend findet", sagte der Ex-Präsident.

Obama nahm dabei weder explizit Bezug auf Trump noch auf das Video, das Trump Anfang Februar auf seiner Online-Plattform Truth Social geteilt hatte. In diesem waren die Köpfe des Ehepaars Obama mit Affenkörpern abgebildet - ein klassisches rassistisches Mittel zur Beleidigung und Herabwürdigung Schwarzer Menschen. Das Weiße Haus hatte zunächst versucht, den Beitrag zu rechtfertigen, später wurde der Post von Trumps Account nach massiver Kritik gelöscht. Die Schuld wurde auf einen Mitarbeiter geschoben. 

"Tatsächlich scheint es unter denjenigen, die früher meinten, man müsse im Amt eine gewisse Anständigkeit, ein Gefühl für Korrektheit und Respekt wahren, keinerlei Scham mehr zu geben, richtig? Das ist verloren gegangen", sagte Obama weiter. Es gebe allerdings überall im Land Menschen, die weiter an "Anstand, Höflichkeit und Freundlichkeit" glaubten. Der Demokrat Obama war als erster Schwarzer im Amt von 2009 bis 2017 US-Präsident.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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