Nach EU-Wahl: Gabriele Pauli will eigene Partei gründen

Den Sprung ins Europaparlament hat Gabriele Pauli nicht geschafft. Aber die ehemalige CSU-Rebellin bleibt ehrgeizig. Nur wenige Stunden nach der EU-Wahl kündigte sie an: Sie will eine eigene Partei gründen.
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Comeback vermutlich geschafft: Neu-FW-Politikerin Gabriele Pauli.
Reuters Comeback vermutlich geschafft: Neu-FW-Politikerin Gabriele Pauli.

Den Sprung ins Europaparlament hat Gabriele Pauli nicht geschafft. Aber die ehemalige CSU-Rebellin bleibt ehrgeizig. Nur wenige Stunden nach der EU-Wahl kündigte sie an: Sie will eine eigene Partei gründen.

MÜNCHEN Zuerst half sie, Edmund Stoiber zu stürzen. Dann wollte sie CSU-Chefin werden. Dann trat sie den Freien Wählern bei, zog in den Landtag ein und kandidierte fürs Europaparlament. Mit dem Mandat hat's nicht geklappt - deshalb will Gabriele Pauli jetzt eine eigene Partei gründen.

Das kündigte Pauli in einem Interview mit den "Nürnberger Nachrichten" an. Mit dieser Partei will Pauli dann bei der Bundestagswahl antreten. Nach den Pfingstferien will die Politikerin die Leitgedanken des Parteiprogramms formulieren. Sie sollen sich vom "gewohnten Strickmuster linker oder rechter Positionen" unterscheiden. Geprägt werden solle die Partei im Wesentlichen durch ihre Person, wobei Pauli betonte: "Ich bleibe mir treu."

Ihr Landtagsmandat will Pauli behalten

Allerdings will sie trotzdem nicht den Freien Wählern den Rücken kehren, wie Pauli anschließend betonte. Die schnelle Umwandlung der Freien Wähler in eine Partei sei aus organisatorischen Gründen nur schwer möglich, sagte sie. "Diejenigen Freien Wähler, die nicht mitziehen wollen, müssen nicht mitziehen; und diejenigen, die diesen politischen Weg weitergehen wollen, können in die neue Partei eintreten. Da bin auch ich dabei." Ihren Sitz für die Freien Wähler im Landtag will Pauli behalten.

In ihrer Heimat Fürth schlug der "Pauli"-Effekt jedenfalls voll durch: Mit 18,2 Prozent der Stimmen wurden die Freien Wähler nach Angaben des Landratsamts zur zweitstärksten Partei hinter der CSU (34,5 Prozent).

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