Nach Aufmarsch: Entführer lassen ägyptische Soldaten frei

Die auf dem Sinai entführten ägyptischen Soldaten und Polizisten sind nach einer Woche Geiselhaft wieder frei.
| dpa
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Die auf dem Sinai entführten ägyptischen Soldaten und Polizisten sind nach einer Woche Geiselhaft wieder frei.

Al-Arisch - Die auf dem Sinai entführten ägyptischen Soldaten und Polizisten sind nach einer Woche Geiselhaft wieder frei. Die Entführer ließen die sieben Männer am Donnerstag in Al-Hafn im Süden der Provinzhauptstadt Al-Arisch laufen.

Für die Armee war der Aufenthaltsort der Geiseln eine Überraschung. Sie hatten am Mittwoch damit begonnen, die weiter östlich an der Grenze zu Israel und dem Gazastreifen gelegenen Dörfer zu durchkämmen.

Der Sicherheitsdirektor der Provinz Nord-Sinai, General Samih Beschadi sagte, es habe keine Gefechte und kein Blutvergießen gegeben. Die Bemühungen der Sicherheitskräfte und örtlicher Stammesführer hätten zu einem friedlichen Ende der Geiselkrise geführt.

Die Entführer werden dem Dschihadisten-Milieu zugerechnet. Sie hatten mit der Geiselnahme versucht, die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen zu erzwingen. Die Verhandlungsführer der Regierung hatten dies abgelehnt. Sie boten stattdessen eine Verlegung der Häftlinge, die von der Sinai-Halbinsel stammen, in ein anderes Gefängnis an. Einige der Häftlinge sitzen wegen der Beteiligung an Terroranschlägen auf Touristen im Gefängnis, andere wegen eines Angriffs auf eine Polizeistation.

Die drei Polizisten und vier Soldaten waren am Donnerstag vergangener Woche auf dem Weg von der Grenzstadt Rafah nach Al-Arisch verschleppt worden. Nach der Veröffentlichung einer Video-Aufnahme, in der die Geiseln Präsident Mohammed Mursi bitten, die Forderungen der Entführer zu erfüllen, damit ihnen nichts geschehe, war die islamistische Regierung unter Druck geraten. Mursi erlaubte einen Einsatz der Armee. Die Verlegung der Truppen musste mit Israel abgestimmt werden, da das Grenzgebiet nach dem Friedensabkommen von Camp David eine entmilitarisierte Zone ist.

Seit den Massenprotesten, die im Februar 2011 zum Sturz des Langzeitpräsidenten Husni Mubarak geführt hatten, hat sich die Sicherheitslage auf dem Sinai dramatisch verschlechtert, vor allem im Norden. In der Nacht zum Donnerstag wurde eine Kaserne der Ordnungspolizei in Rafah mit Panzerfäusten beschossen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde keiner der Polizisten verletzt. Die Angreifer konnten unerkannt in die Wüste fliehen.

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