Müller und Söder als CSU-Bezirkschefs wiedergewählt

Emilia Müller und Markus Söder wurden in ihren Ämtern als Bezirksvorsitzende bestätigt. Doch es gibt auch Ärger...  
dapd |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Der Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Nürnberg-Fürth-Schwabach Markus Söder (l) bedankt sich bei dem bayerischen Ministerpräsidenten, CSU-Chef Horst Seehofer
dpa Der Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Nürnberg-Fürth-Schwabach Markus Söder (l) bedankt sich bei dem bayerischen Ministerpräsidenten, CSU-Chef Horst Seehofer

Emilia Müller und Markus Söder wurden in ihren Ämtern als Bezirksvorsitzende bestätigt. Doch es gibt auch Ärger...

Nürnberg/Neutraubling - In der Oberpfalz und in Nürnberg haben zwei weitere CSU-Bezirksverbände die von der Partei beschlossene Frauenquote umgesetzt. Bei den Parteitagen in Nürnberg und in Neutraubling wurden am Samstag jeweils mehr als 40 Prozent der Vorstandsposten an Frauen vergeben.

Allerdings droht in der Oberpfalz wegen der Quote eine Wahlanfechtung. Als Bezirksvorsitzende wurden Emilia Müller in der Oberpfalz und Markus Söder in Nürnberg jeweils mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt. CSU-Chef Horst Seehofer besuchte nacheinander beide Parteitage und nutzte seine Auftritte für eine Halbzeitbilanz seiner Regierungszeit. „Die CSU ist sehr gut aufgestellt“, bilanzierte der Ministerpräsident. Wenn alle Parteimitglieder diszipliniert weiter arbeiten würden, könne die Partei ihren „Steigflug fortsetzen“.

Kritik an Wahlvorgang

Beim Bezirksparteitag der CSU Oberpfalz sorgte die Umsetzung der Frauenquote für Verstimmung. Um die vorgeschriebene Quote zu erreichen, hatte der Parteitag in Neutraubling in einem gesonderten Wahlgang über eine Vorschlagsliste abgestimmt, auf der ausschließlich Frauen kandidiert hatten. Der Regensburger Parteitagsdelegierte André Schreiber kündigte daraufhin an, die Vorstandswahlen anfechten zu wollen. Durch die reine Frauenliste habe die Partei gegen das Prinzip der Gleichheit der Wahl verstoßen, monierte der Jurist. Die CSU hatte im vergangenen Oktober beschlossen, dass künftig 40 Prozent aller Führungsämter von Frauen besetzt werden müssen. Die oberpfälzer Parteichefin Müller reagierte gelassen auf die Kritik. „Die Wahlanfechtung beunruhigt mich überhaupt nicht“, sagte sie. Die Männer hätten auch im neugewählten Vorstand immer noch die Mehrheit, betonte die Ministerin.

Von den 36 Vorstandsposten wurden 15 mit Frauen besetzt. Müller selbst wurde vom Parteitag mit 88 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt. Sie ist damit weiterhin die einzige Frau unter den insgesamt zehn CSU-Bezirksvorsitzenden. Die CSU Oberpfalz ist mit mehr als 20.000 Mitgliedern der zweitgrößte CSU-Bezirksverband.

Söder verbessert sich

Ebenfalls mit großer Mehrheit wurde Bayerns Umweltminister Markus Söder als Chef des CSU-Bezirksverbandes Nürnberg-Fürth-Schwabach bestätigt. Beim Bezirksparteitag in Nürnberg stimmten 93 Prozent der Delegierten für eine zweite Amtszeit Söders. CSU-Chef Seehofer hatte Söder zuvor als „wichtigen Strategen“ in der Landes- und Europapolitik gelobt. Der 44-jährige Söder ist seit 2008 Chef des 4.500 Mitglieder starken Bezirksverbandes Nürnberg. Bei der letzten Wahl erhielt er 86 Prozent der Stimmen. Auch die Nürnberger CSU erfüllte die Frauenquote. Acht der 18 zu vergebenden Vorstandsposten wurden an Frauen vergeben.

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.