Mord an iranischem Atomphysiker: UN mahnt zur Zurückhaltung

Mohsen Fachrisadeh war Experte für Raketentechnologie im Iran. Bei einem Anschlag bei Teheran wurde er nun erschossen. Die iranische Regierung macht Israel verantwortlich. Die UN versucht deeskalierend zu wirken.
| dpa
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Ein hochrangiger iranischer Atomphysiker ist nahe Teheran einem Mordanschlag zum Opfer gefallen.
Ein hochrangiger iranischer Atomphysiker ist nahe Teheran einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. © Uncredited/Fars News Agency/AP/dpa
Teheran/New York

Im aufsehenerregenden Fall eines ermordeten iranischen Atomphysikers hat UN-Generalsekretär António Guterres Zurückhaltung angemahnt.

Man habe Berichte über den Vorfall zur Kenntnis genommen, teilte UN-Sprecher Farhan Haq der dpa in New York mit. "Wir fordern Zurückhaltung und sehen es als notwendig an, dass Maßnahmen vermieden werden, die zu einer Eskalation der Spannungen in der Region führen könnten."

Mohsen Fachrisadeh war am Freitag nach Angaben der Regierung in seinem Auto angeschossen und schwer verletzt worden. Kurz darauf sei er in einem Krankenhaus gestorben. Das iranische Verteidigungsministerium sprach bei Bekanntgabe der Nachricht von einem "Märtyrertod". Außenminister Dschawad Sarif berichtete von "ernstzunehmenden Hinweisen" auf eine Beteiligung Israels. Zunächst gab es jedoch keine Klarheit, wer hinter dem Anschlag steckt.

© dpa-infocom, dpa:201128-99-493317/2

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