Minsker Mimiken: Das sagt ein Körpersprache-Experte

Andreas Hartmann hat für die AZ ein paar Szenen des Friedensgipfels von Minsk analysiert. Klicken Sie sich durch die Bilderstrecke!
| Timo Lokoschat
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Die Begrüßung: Die Hände der Präsidenten berühren sich nur schwach, Putin schaut seinem Gegenüber nicht in die Augen, man ahnt, wie schwer besonders Poroschenko dieser Moment fällt. Gastgeber Lukaschenko, die Hände hinter Hollande gefaltet, macht gutes Wetter. Merkel kann ihre Skepsis nicht verbergen.
dpa 4 Die Begrüßung: Die Hände der Präsidenten berühren sich nur schwach, Putin schaut seinem Gegenüber nicht in die Augen, man ahnt, wie schwer besonders Poroschenko dieser Moment fällt. Gastgeber Lukaschenko, die Hände hinter Hollande gefaltet, macht gutes Wetter. Merkel kann ihre Skepsis nicht verbergen.
Diplomatie bei Oliven, Nüsschen und Dörrobst: Verschränkte Arme, hier bei Merkel, werden oft überinterpretiert, so Hartmann. Die Kanzlerin wirkt auf ihn nicht verschlossen, sondern eher gesammelt und konzentriert. Poroschenko schaut, wie auf vielen Bildern, ins Leere, wendet sich fast nie seinen westlichen Partnern Merkel und Hollande zu, macht einen isolierten Eindruck. Putins Blick, verschmitzt bis herausfordernd, geht direkt an seinen Rivalen.
dpa 4 Diplomatie bei Oliven, Nüsschen und Dörrobst: Verschränkte Arme, hier bei Merkel, werden oft überinterpretiert, so Hartmann. Die Kanzlerin wirkt auf ihn nicht verschlossen, sondern eher gesammelt und konzentriert. Poroschenko schaut, wie auf vielen Bildern, ins Leere, wendet sich fast nie seinen westlichen Partnern Merkel und Hollande zu, macht einen isolierten Eindruck. Putins Blick, verschmitzt bis herausfordernd, geht direkt an seinen Rivalen.
Nach dem siebzehnstündigen Verhandlungsmarathon: Poroschenkos Gesichtsausdruck wirkt verkniffen, mit dem Ergebnis ist er offenkundig nicht zufrieden. Die linke Gefühlshand: fest verschlossen. Lukaschenko, der sich nach dem Gespräch sehr um Poroschenko bemüht, nicht von seiner Seite weicht, kann ihn kaum vom Gegenteil überzeugen.
dpa 4 Nach dem siebzehnstündigen Verhandlungsmarathon: Poroschenkos Gesichtsausdruck wirkt verkniffen, mit dem Ergebnis ist er offenkundig nicht zufrieden. Die linke Gefühlshand: fest verschlossen. Lukaschenko, der sich nach dem Gespräch sehr um Poroschenko bemüht, nicht von seiner Seite weicht, kann ihn kaum vom Gegenteil überzeugen.
Eher Neben- als Miteinander, aber immerhin ein Gruppenfoto: „Auf mich wirkt Putin hier wie ein gestrenger Vater, der tadelnd auf seinen abtrünnigen Sohn, Poroschenko, blickt, bereit zu verzeihen, wenn sich dieser wieder wohlfeil verhält“, sagt Experte Andreas Hartmann über das Foto, das während des Gipfels entstanden ist.
dpa 4 Eher Neben- als Miteinander, aber immerhin ein Gruppenfoto: „Auf mich wirkt Putin hier wie ein gestrenger Vater, der tadelnd auf seinen abtrünnigen Sohn, Poroschenko, blickt, bereit zu verzeihen, wenn sich dieser wieder wohlfeil verhält“, sagt Experte Andreas Hartmann über das Foto, das während des Gipfels entstanden ist.

Andreas Hartmann hat für die AZ ein paar Szenen des Friedensgipfels von Minsk analysiert. Klicken Sie sich durch die Bilderstrecke.

Sätze in feierlichen Abschlusserklärungen klingen schön, sind überlegt und geschliffen formuliert. Die Körper der Teilnehmer sprechen allerdings oft eine ganz andere Sprache. Einer, der sich beruflich damit beschäftigt, ist der Körpersprache-Coach Andreas Hartmann. Die Bilder vom Minsker Gipfel sind für seine Zunft eine wahre Fundgrube. Die AZ hat ihn um ein Urteil gebeten.

Besonders beeindruckt hat den Experten das letzte Foto oben, vor allem der Blick von Wladimir Putin. „Auf mich wirkt er hier wie ein gestrenger Vater, der tadelnd auf seinen abtrünnigen Sohn, Poroschenko, blickt, bereit zu verzeihen, wenn sich dieser wieder wohlfeil verhält.“

Und Poroschenko? „Ist auf allen Bildern isoliert, auch von seinen westlichen Verbündeten Merkel und Hollande. Er strahlt Frustration aus, Traurigkeit – sowohl vor als auch nach dem langen Gespräch.“

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