Ukraine erwartet weitere schwere Luftangriffe Russlands

Drei Tage Waffenruhe zum Tag des Sieges in Russland belegten eher die Schwäche von Kremlchef Wladimir Putin. Umso heftiger fallen nun die russischen Attacken aus.
dpa |
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Russische Langstreckenbomber fliegen nach ukrainischen Angaben zu ihren Einsatzgebieten. (Archivbild)
Russische Langstreckenbomber fliegen nach ukrainischen Angaben zu ihren Einsatzgebieten. (Archivbild) © Russisches Verteidigungsministerium/AP/dpa
Kiew/Moskau

Nach einem Tag massiver russischer Drohnenangriffe auf die Ukraine droht in der Nacht eine Welle von Raketenangriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete abends die Explosion einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal (Dolch) bei Starokostjantyniw im Westen, wo eine wichtige ukrainische Luftwaffenbasis liegt.

Ukrainische Telegramkanäle warnten vor dem drohenden Beschuss mit ballistischen Raketen. Sie meldeten zudem den Start von mindestens vier russischen Langstreckenbombern des Typs Tupolew Tu-160. Diese sollten bei Tagesanbruch die Zonen für den Abwurf ihrer Marschflugkörper erreichen. 

Schläge gegen ukrainische Eisenbahn

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj setzte die russische Armee seit Mittwochmorgen mehr als 800 Langstreckendrohnen ein. An 22 Stellen seien Einrichtungen der ukrainischen Eisenbahn getroffen worden, sagte Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn nach Medienberichten.

Gleichzeitig flogen am Mittwochabend größere Schwärme ukrainischer Drohnen auf russisches Gebiet, wie der Telegramkanal Dronebomber verzeichnete. Ein Angriffsziel schienen erneut russische Erdölanlagen am Finnischen Meerbusen bei St. Petersburg zu sein.

Schwere Angriffe nach drei Tagen Waffenruhe

Die heftigen russischen Angriffe folgen auf drei Tage Waffenruhe von Samstag bis Montag. Der russische Präsident Wladimir Putin konnte in dieser Zeit zwar ungestört eine Parade zum Weltkriegsgedenken abhalten. Er war dafür aber von US-Vermittlung und dem Stillhalten der Ukraine abhängig. 

Am Dienstag ließ Putin demonstrativ seine Militärs von einem gelungenen Test der neuen russischen Atomrakete RS-28 Sarmat (Nato-Code SS-X-30 Satan II) berichten. Sie solle Ende des Jahres in Dauereinsatz gehen, sagte er. Allerdings ist die angebliche Einsatzbereitschaft dieses Raketentyps auch schon in früheren Jahren behauptet worden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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