Meilenstein im Syrien-Krieg? Staatschefs beraten in Sotschi

Kremlchef Putin will bei einem Syrien-Gipfel maßgebliche Entscheidungen für die Zukunft des Bürgerkriegslandes treffen. Mit der Türkei und dem Iran will Russland wichtige Schritte besprechen. Wird das Treffen zum Wendepunkt für die Zukunft Syriens?
| dpa
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der iranische Präsident Hssan Ruhani sind heute bei Wladimir Putin zu Gast. im russischen Kurort Sotschi soll über die Zukunft Syriens verhandelt werden.

Sotschi - Russlands Präsident Putin will bei einem Gipfeltreffen mit den Staatschefs der Türkei und des Irans über weitere Schritte für das Bürgerkriegsland Syrien verhandeln. Der Kremlchef empfängt heute im russischen Kurort Sotschi Recep Tayyip Erdogan und Hassan Ruhani zu Gesprächen.

Unter anderem soll nach Medienberichten über die Sicherheitszonen beraten werden.

Kurz zuvor hatte sich Putin mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad getroffen. Dabei betonte er, dass der Militäreinsatz in Syrien "jetzt tatsächlich zu einem Ende" komme. Der Kreml nannte das Treffen am Montagabend als maßgebliche Vorbereitung für die Dreier-Gespräche am Schwarzen Meer. "Es wurde eine Grundlage vorbereitet, dass das, was (...) in Sotschi erreicht wird, überlebensfähig ist und nicht nur auf Papier bleibt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Russland seit 2015 in Syrien involviert

Vor knapp sieben Jahren war der Bürgerkrieg in Syrien ausgebrochen, als die Regierung mit Gewalt gegen Proteste vorging. Mit militärischer Hilfe Russlands und des Irans gelang es den regierungstreuen Truppen in den vergangenen Monaten, zentrale Gebiete von Rebellen zurückzugewinnen. Auch die Terrormiliz Islamischer Staat hat die meisten Gebiete in Syrien wieder verloren. Moskau fliegt seit 2015 Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland und hat auch Personal am Boden im Einsatz.

Russland hat gemeinsam mit der Türkei und dem Iran mehrere Verhandlungen zu Friedensgesprächen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition vermittelt, die den UN-geführten Friedensprozess in Genf ergänzen. Russland hatte zuletzt zudem einen sogenannten Kongress der Völker Syriens ins Spiel gebracht. Dabei soll über eine Nachkriegsordnung für das Land beraten werden.

Erdogan war erst in der vergangenen Woche nach Sotschi gereist, um mit dem Kremlchef zu verhandeln. In dem Schwarzmeerort wird sich Erdogan nach Medienberichten bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr mit seinem Kollegen Putin treffen.

Ruhani betonte im Vorfeld, wie wichtig die Verhandlungen für die Zukunft Syriens seien. Seinen Worten zufolge werde dann das syrische Volk über die Zukunft des Landes selbst entscheiden können.

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