Mehr als 70 Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien

Der Konflikt zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien eskaliert weiter. In Saudi-Arabien werden mehrere Energie-Einrichtungen getroffen. Zuvor warfen die Huthi Riad einen Angriff auf ein Gefängnis vor.
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Der Konflikt im jemenitischen Bürgerkrieg eskaliert weiter. (Archivbild)
Der Konflikt im jemenitischen Bürgerkrieg eskaliert weiter. (Archivbild) © Osamah Abdulrahman/AP/dpa
Riad/Sanaa

Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz sind in Saudi-Arabien nach dortigen Angaben 73 Menschen verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder, teilte der Sprecher des saudisch angeführten Militärbündnisses mit, das im Jemen gegen die Huthi kämpft. 

Die Angriffe hätten in Chamis Muschait, Nadschran und weiteren Städten im Süden des Königreichs zivile und wirtschaftliche Ziele getroffen. Wann die Angriffe stattfanden, teilte der Sprecher des Bündnisses nicht mit. Er sprach von einer "gefährlichen Eskalation". Man werde "alle notwendigen Schritte" unternehmen, um die Bedrohung aus dem Jemen auszuschalten. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen.

Die Miliz teilte mit, sie habe das Land mit Dutzenden Raketen und Drohnen angegriffen. Es sei eine Antwort auf etwa 120 saudische Luftangriffe im Jemen in den vergangenen drei Tagen. 

Die Huthi hatten Saudi-Arabien zuvor einen Luftangriff auf ein Gefängnis im Jemen vorgeworfen. Der von den Huthi kontrollierte Fernsehsender Al-Masirah berichtete, dass bei dem Angriff am Montag mindestens elf Menschen getötet worden seien. Die Suche nach 20 weiteren Vermissten laufe weiter. Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht zu. Die Angaben ließen sich allesamt zunächst nicht unabhängig überprüfen. 

Auch Energie-Einrichtungen getroffen

Das saudische Energieministerium teilte mit, im Süden Saudi-Arabiens seien mehrere Energie-Einrichtungen getroffen worden, wodurch an mehreren Orten Feuer ausgebrochen sei. Der Betrieb sei vorübergehend teils eingestellt worden. Die Miliz hatte die Energie-Infrastruktur des Königreichs, das zu den größten Ölproduzenten weltweit zählt, schon in den Jahren vor Beginn des Iran-Kriegs teils schwer getroffen.

Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi seit mehr als zehn Jahren gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Seit 2022 herrschte eine inoffizielle Waffenruhe. Im Zuge des Iran-Kriegs ist aber auch der Konflikt im Jemen erneut aufgeflammt. Unter anderem kommt es zu Kämpfen an der westlichen Küste zum Roten Meer.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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