Mega-Rüstungsgeschäft: Poroschenko dealt mit Scheichs

Die Ukraine und die Vereinigten Arabischen Emirate haben Waffengeschäfte in Millionenhöhe vereinbart. Lässt sich so Russlands Präsident Wladimir Putin austricksen?
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Die Ukraine und die Vereinigten Arabischen Emirate haben Waffengeschäfte in Millionenhöhe vereinbart. Lässt sich so Wladimir Putin austricksen?

Abu Dhabi - Schon seltsam. Seit Wochen fordert Petro Poroschenko von der Nato Waffen. Jetzt - so als hätte er zu viel Kriegsgerät - wird er selber zum Waffenlieferanten. Am Rande der Waffenmesse IDEX in Abu Dhabi hat der ukrainische Präsident Medienberichten zufolge ein Riesengeschäft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeschlossen. Ukrainische Rüstungsfirmen sollen demnach Militärgerät im Wert von "Dutzenden Millionen Dollar" an die Scheichs liefern. Die Einnahmen aus dem Deal wiederum will Poroschenko in die eigene Armee investieren. 

Lesen hier: Will Poroschenko wirklich, dass die Waffen schweigen?

Das allerdings scheint nur die halbe Wahrheit zu sein. Die Washington Post vermutet, dass hinter dem Deal ein anderes Kalkül steckt: Poroschenko, schreibt das Blatt in seinem Blog, wolle  - nach dem Zögern der Nato - nun die Emirate als Einkaufsplatz nutzen, um an moderne Waffen aus dem Westen zu gelangen.

Fragt sich, ob Poroschenko den Deal tatsächlich allein eingefädelt hat? Kaum vorstellbar ist, dass das Geschäft ohne Billigung der USA möglich wäre. Politstrategen glauben, dass US-Präsident Barack Obama auf dem Umweg über die Emirate den Druck auf Russland erhöhen will. Denn klappt das Geschäft, könnten schon sehr bald Hightech-Raketen aus westlichen Waffenschmieden in der Ukraine stehen - und weder die USA noch ein anderes Nato-Land wären als direkter Lieferant in Erscheinung getreten.

Wladimir Putin, der die USA und die Europäische Union vor Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt hat, wäre ausgetrickst.

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