Marine-Staatssekretär Phelan verlässt US-Regierung

Der für die Marine zuständige Staatssekretär Phelan räumt seinen Posten - mitten in der Seeblockade der Straße von Hormus. Es ist nicht der erste Top-Posten, der im Krieg neu besetzt wird.
dpa |
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Marine-Staatssekretär verlässt US-Regierung. (Archivbild)
Marine-Staatssekretär verlässt US-Regierung. (Archivbild) © Alex Brandon/AP/dpa
Washington

Mitten in der Seeblockade der Straße von Hormus wechselt die US-Regierung ihren für die Marine zuständigen Staatssekretär aus. John Phelan werde die Regierung mit sofortiger Wirkung verlassen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit. Unterstaatssekretär Hung Cao solle die Geschäfte bis auf Weiteres übernehmen. Zu den Gründen des Wechsels machte das Ministerium keine Angaben.

Phelan, früher Investmentbanker, trat den Posten im März vergangenen Jahres an. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag unter anderem bei der Stärkung des Schiffbaus sowie der maritimen Industrie.

Wie die "New York Times" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, schwelten seit Monaten Spannungen zwischen Phelan und seinen beiden Vorgesetzten, Verteidigungsminister Pete Hegseth und dessen Stellvertreter Stephen Feinberg. Besonders Feinberg war demnach zunehmend unzufrieden damit, wie Phelan die neue Schiffbau-Initiative der Marine umsetzte.

Trump schwärmte von Phelan

Erst im Dezember hatte Phelan gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump Pläne für neue Schlachtschiffe angekündigt, die den Namen des Präsidenten tragen sollen. Trump hatte bei der Veranstaltung in höchsten Tönen von Phelan geschwärmt.

Nicht die erste Top-Personalie

Die Personalie kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Marine eine aus US-Sicht zentrale Rolle im Iran-Krieg übernimmt. Trump will Teheran mit einer Seeblockade wichtige Einnahmequellen abschneiden. Die Blockade gilt für alle Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese als Ziel haben.

Erst vor rund drei Wochen hatte Verteidigungsminister Hegseth den Stabschef des US-Heeres zum Rücktritt gedrängt. General Randy George trete mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, hieß es damals. George war von Trumps Vorgänger, dem Demokraten Joe Biden, nominiert worden.

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