Lufthansa-Streik droht in der Ferienzeit

Bei der Fluggesellschaft Lufthansa steht ein Arbeitskampf bevor. Die Gewerkschaft verdi hat das erhöhte Angebot der Arbeitgeber abgelehnt und will die Urabstimmung über einen Streik einleiten. Der kann noch im Juli beginnen.
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Lufthansa bleibt vielleicht bald am Boden
dpa Lufthansa bleibt vielleicht bald am Boden

Bei der Fluggesellschaft Lufthansa steht ein Arbeitskampf bevor. Die Gewerkschaft verdi hat das erhöhte Angebot der Arbeitgeber abgelehnt und will die Urabstimmung über einen Streik einleiten. Der kann noch im Juli beginnen.

Die Tarifverhandlungen für 52.000 Beschäftigte der Deutschen Lufthansa sind gescheitert. Das sagte die Sprecherin der Lufthansa am Donnerstag, Details nannte sie nicht. Die Gewerkschaft verdi will am Montag mit der Urabstimmung über einen Streik beginnen. Die Abstimmung werde etwa zehn Tage dauern, sagte verdi-Verhandlungsführer Erhard Ott am Donnerstag in Frankfurt. Damit wären bereits Ende Juli oder Anfang August, also noch in der Ferienzeit, Streiks möglich. Parallel zu der Auseinandersetzung mit verdi gibt es Verhandlungen über die Gehälter der Piloten bei den Lufthansa-Töchtern, wo ebenfalls Streiks möglich sind.

Die Verhandlungen waren in der Nacht zum Donnerstag gegen drei Uhr vertagt worden. Danach hatte verdi berichtet, die Positionen lägen immer noch weit auseinander. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten eine Gehaltserhöhung um 9,8 Prozent mit einer Laufzeit von einem Jahr. Die Lufthansa erhöhte am Mittwoch ihr Angebot von ursprünglich 5,5 auf 6,7 Prozent. Demnach sollen die Gehälter der Beschäftigten am Boden und in der Kabine in zwei Schritten erhöht werden. Zusätzlich würde einmalig ein Prozent eines Jahresgehalts gezahlt. Die Laufzeit des Vertrages sollte 21 Monate bis Ende Februar 2010 betragen. Die Lufthansa hat einen möglichen Aufruf zu Streiks durch verdi als «völlig unverhältnismäßig» zurückgewiesen. Die Gewerkschaft sollte sich noch einmal überlegen, ob sie wirklich Urlauber mitten in Feriensaison mit Streiks treffen wolle, sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer am Donnerstag nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen. Das Angebot der Lufthansa sei «sehr gut» gewesen und das Unternehmen habe sich in den Verhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine «deutlich bewegt». (AP/dpa)

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