Revolutionsgarden: Ziele in Kuwait und Bahrain angegriffen

Nach dem jüngsten Angriff der US-Streitkräfte auf Ziele im Iran greifen die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Verbündete der USA in der Golfregion an. Droht eine neue Eskalation?
dpa |
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Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben Ziele in Kuwait und Bahrain angegriffen. (Symbolbild)
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben Ziele in Kuwait und Bahrain angegriffen. (Symbolbild) © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa
Teheran

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain angegriffen. In den frühen Morgenstunden hätten die Marine und Luftwaffe der iranischen Eliteeinheit in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige Infrastrukturziele der US-Armee in den beiden Ländern zerstört, hieß es in einer Mitteilung, die über den IRGC-Kanal Sepah News auf Telegram verbreitet wurde. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Eine Reaktion der USA stand noch aus.

Es handle sich um Ziele auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und der 5. US-Marineflotte in Mina Salman, Bahrain. Die Angriffe seien eine Reaktion auf die jüngste US-Aggression, hieß es laut Mitteilung weiter. Die USA hätten damit gegen das Rahmenabkommen mit Teheran zur Beilegung des Krieges und die geltende Waffenruhe verstoßen. 

Revolutionsgarden: USA haben Waffenruhe gebrochen

Gemäß dem Abkommen gebe es Vereinbarungen mit der Islamischen Republik zur Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus, so die IRGC weiter. Von nun an würden Schiffe, die gegen die Vereinbarung verstießen, mit größerer Härte als bisher bekämpft. Jegliche Aggression des Feindes werde eine vernichtende Antwort nach sich ziehen. Dem Feind sollte bewusst sein, dass ein Bruch der Waffenruhe den gesamten Prozess beenden werde.

Die US-Streitkräfte hatten eigenen Angaben zufolge zuvor erneut einen Vergeltungsschlag gegen den Iran verübt. Es war der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben – als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag.

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