Kommende Woche Warnstreiks in Unikliniken
Patienten an Unikliniken müssen sich in der kommenden Woche auf Einschränkungen einstellen. Im Tarifstreit zwischen den Landes-Beschäftigten und den Bundesländern hat die Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch Warnstreiks angekündigt. Am Dienstag wollen sich demnach bundesweit 22 Universitätskliniken beteiligen. An den meisten Standorten werde der Ausstand auch am Mittwoch fortgesetzt.
Schon am Montag seien Warnstreiks in den Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg geplant, hieß es in einer Verdi-Mitteilung weiter. "An den betroffenen Kliniken ist mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen, für eine Notfallversorgung ist jedoch gesorgt", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Möglich ist, dass planbare Operationen verschoben werden.
Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, so dass auch diese rund 1,3 Millionen Personen betroffen sind.
Eine zweite Verhandlungsrunde war Ende der vergangenen Woche ohne Annäherung zu Ende gegangen. Mitte Februar wollen beide Seiten in Potsdam abschließend aufeinandertreffen. Bis dahin dürften die bereits laufenden Warnstreiks weitergehen oder sogar ausgeweitet werden.
Verhandlungen für Lehrkräfte, Pflegekräfte und auch Justiz
Konkret geht es um die Lohntabellen von Lehrkräften an Schulen, Hochschullehrern, Ärztinnen und Ärzten an Universitätskliniken, Pflegekräfte. Strafvollzug und Justizwesen sind genauso betroffen.
Bundesweit gebe es in den Unikliniken und Psychiatrien eine hohe Bereitschaft, sich selbstbewusst für die eigenen Belange einzusetzen. "Die Krankenhausbeschäftigten werden in den kommenden Tagen zeigen, dass sie kampfbereit sind. Die Arbeitgeber sollten sich hier keine Illusionen machen."
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