Knobloch distanziert sich von Israels Polizeiminister

Der rechtsextreme Politiker Ben-Gvir hatte gezielte Tötungen von Palästinensern ins Spiel gebracht. Solche Aussagen rückten den Frieden in weite Ferne, meint Knobloch.
dpa |
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Charlotte Knobloch distanziert sich von den Äußerungen des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir, der gezielte Tötungen von Palästinensern verlangt hatte. (Archivbild)
Charlotte Knobloch distanziert sich von den Äußerungen des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir, der gezielte Tötungen von Palästinensern verlangt hatte. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa
München

Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch hat sich von den umstrittenen Äußerungen des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir distanziert. "Diese Sätze stehen nicht für die Werte Israels, und sie sollten nicht unwidersprochen bleiben", sagte die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Der rechtsextreme Politiker hatte gezielte Tötungen von Palästinensern im Gazastreifen verlangt. "Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen", hatte er gesagt. Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten. Die Äußerungen hatten international Entsetzen und Proteste ausgelöst.

Knobloch betonte, Israel und seine Menschen lebten seit dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 in einem Ausnahmezustand. "Dieser Einschnitt trifft auch uns in der Diaspora, nicht zuletzt, weil Hass auf den jüdischen Staat schnell in Hass auf alles Jüdische mündet." Israel kämpfe seit seiner Gründung gegen solche Ablehnung, dabei wollten seine Menschen einfach nur in Frieden leben. "Sätze wie die von Herrn Ben-Gvir entstammen einem anderen Geist und rücken den Frieden in weitere Ferne."

Zuvor hatte bereits der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sich von den Äußerungen distanziert. Er bezeichnete die Worte des Ministers als "zutiefst beschämend und verantwortungslos".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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