Kiew rüstet sich für weitere Proteste

Nach den Massenprotesten gegen die Regierung in der Ukraine haben etwa 5000 Menschen in der Nacht im Zentrum der Hauptstadt Kiew ausgeharrt. Die Anhänger eines EU-Kurses der Ex-Sowjetrepublik errichteten auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz (Maidan) zahlreiche Zelte und auch Barrikaden.
| dpa
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Kiew - Bei leichtem Regen und plus vier Grad Celsius wärmten sich viele Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch an kleineren Feuern, wie Beobachter in der Millionenmetropole berichteten. Ein Sprecher der Opposition um Boxweltmeister Vitali Klitschko kündigte eine Blockade von Gebäuden der staatlichen Verwaltung ab dem frühen Morgen an.

Hunderttausende Demonstranten hatten am Vortag in der Hauptstadt den Rücktritt Janukowitschs sowie einen Westkurs ihres Landes gefordert. Am Rande der Kundgebung war es zu Zusammenstößen von Randalierern mit der Polizei gekommen. Mindestens 165 Menschen seien dabei verletzt worden, teilten die ukrainischen Behörden mit, darunter auch Journalisten. Sicherheitskräfte setzten massiv Tränengas und Blendgranaten ein.

Klitschko rief die Menge auf, den Unabhängigkeitsplatz nicht zu räumen. Regierungsgegner errichteten dort eine Zeltstadt - wie bei der prowestlichen Orangenen Revolution 2004 mit der derzeit inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko als Gallionsfigur. Der Chef der rechtspopulistischen Partei Swoboda (Freiheit), Oleg Tjagnibok, kündigte einen landesweiten Generalstreik an.

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