Kämpfe in Syrien erreichen Geburtsstätte der Revolte

Mindestens 25 Tote: Syrische Regierungstruppen haben am Samstag mit der Südprovinz Daraa eine Geburtsstätte des seit 16 Monaten andauernden Aufstandes angegriffen.
| dpa
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Syrische Regierungstruppen haben am Samstag mit der Südprovinz Daraa eine Geburtsstätte des seit 16 Monaten andauernden Aufstandes angegriffen.

Beirut -  Mindestens 25 Menschen seien getötet worden, berichtete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter in London.

Darunter seien auch zehn Frauen aus einer Familie und drei Kinder. Dutzende seien bei den Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen verletzt worden, hieß es. Oppositionelle berichteten weiter, dass alle Mobilfunkverbindungen nach Daraa unterbrochen seien.

In anderen Landesteilen wurden laut dem oppositionellen Shams News Network mindestens fünf weitere Menschen getötet. Am Freitag waren nach Angaben der örtlichen Koordinierungskomitees mehr als 50 Menschen bei Kämpfen ums Leben gekommen.

Unterdessen haben UN-Beobachter damit begonnen, das Massaker im Dorf Al-Kobeir in der Provinz Hama zu untersuchen. Das 25-köpfige Team traf am Freitag dort ein, nachdem ein erster Versuch tags zuvor gescheitert war. In Al-Kobeir sollen am Mittwoch mehr als 80 Menschen getötet worden sein.

Nach Oppositionsangaben wurden die Menschen mit Knüppeln erschlagen und mit Messern aufgeschlitzt. "Wir haben gesehen, dass mehrere Häuser durch Beschuss zerstört wurden", sagte Sausan Ghosbeh, eine Sprecherin der UN-Beobachter. "Andere Häuser waren niedergebrannt mit verkohlten Leichen darin." Das Dorf sei "beinahe menschenleer".

Nach dem jüngsten Massaker wächst die Sorge vor einem Flächenbrand in der ganzen Region. Der UN-Sicherheitsrat konnte sich trotz Mahnungen des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon und des Syriengesandten Kofi Annan nicht auf eine gemeinsame Haltung verständigen. Russland und China verhindern nach wie vor einseitige Sanktionen gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad.

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