Israels Verteidigungsminister: Bleiben im Südlibanon

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran erlebt seinen ersten Test. Israel wird sich laut Verteidigungsminister Katz nicht aus dem Südlibanon zurückziehen. Er droht auch direkt dem Iran.
dpa |
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Israels Verteidigungsminister Israel Katz lehnt einen Rückzug der Armee aus dem Südlibanon ab. Foto Archiv
Israels Verteidigungsminister Israel Katz lehnt einen Rückzug der Armee aus dem Südlibanon ab. Foto Archiv © Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa
Tel Aviv

Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen. Katz reagierte damit auf eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die am Freitag in Genf unterzeichnet werden soll. Israel rechnet damit, dass eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran auch mit einem Ende der Kämpfe gegen die libanesische Hisbollah-Miliz verknüpft wird.

Katz erklärte weiter, er sei sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einig, dass die israelische Armee ohne zeitliche Begrenzung in den "Sicherheitszonen" im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleibe, um von dort aus die Grenze und die israelischen Gemeinden zu schützen. 

Katz bezeichnete die "Sicherheitszonen" als die "größten Errungenschaften" der Armee in diesem Krieg. Israel lehne einen Rückzug aus dem Libanon ab, trotz aller bestehenden und noch kommenden Druckversuche.

Katz warnte zudem, dass Israel mit "voller Wucht" zurückschlagen werde, sollte der Iran das Land wegen "der Ereignisse im Libanon" angreifen.

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich erklärte auf X, das Abkommen mit dem Iran sei schlecht für Israel und die gesamte freie Welt. Israel müsse "die Kampagne zum Sturz des Regimes" im Iran selbst und auf kreative Weise fortsetzen und dafür sorgen, dass der Iran niemals Atomwaffen besitze.

Der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir erklärte auf X: "Wir sind keine Partner dieses Abkommens, das unsere Sicherheit nicht gewährleistet und für uns keinerlei bindende Wirkung hat." Israel dürfe sich mit nichts weniger als der Auflösung der libanesischen Hisbollah zufriedengeben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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