Israel schlägt Golfstaaten Nato-ähnliche Allianz vor

Israel hat den sunnitischen arabischen Staaten wie der Golfmonarchie Saudi-Arabien die Bildung eines Verteidigungsbündnisses nach Nato-Vorbild vorgeschlagen.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman schlägt den Golfstaaten eine Nato-ähnliche Allianz vor.
Tobias Hase/dpa Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman schlägt den Golfstaaten eine Nato-ähnliche Allianz vor.

Israel hat den sunnitischen arabischen Staaten wie der Golfmonarchie Saudi-Arabien die Bildung eines Verteidigungsbündnisses nach Nato-Vorbild vorgeschlagen.

Berlin - Die Bildung eines Verteidigungsbündnisses nach Nato-Vorbild hat Israel den sunnitischen arabischen Staaten wie der Golfmonarchie Saudi-Arabien vorgeschlagen. Als gemeinsamer Gegner wurde der schiitische Iran identifiziert.

"Es ist Zeit, öffentlich ein formelles Bündnis zu bilden, eine Koalition aller gemäßigten Kräfte im Nahen Osten gegen den Terror", sagte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman der "Welt". Über ein solches Bündnis wird auch in den USA diskutiert.

Die "gemäßigten" sunnitischen Staaten hätten verstanden, dass "die größte Gefahr für sie nicht Israel" oder der Zionismus sei, "sondern der Iran", sagte Lieberman. "Ich glaube, die gemäßigten arabischen Staaten brauchen Israel für ihr Überleben mehr, als Israel sie braucht. Es sollte nicht nur um eine unausgesprochene Allianz gehen."

Lesen Sie auch: Nationalen Sicherheit als Schwerpunkt - Trump will Verteidigungsbudget massiv erhöhen

"Wenn es eine echte Koalition gibt, dann haben Sie auch echte Verpflichtungen", sagte Lieberman. Die Nato beruhe auf dem Prinzip, dass jedes Land bereit sei, "alle anderen zu schützen, und von allen anderen beschützt" werde. Israel sei ein starkes Land und könne sich selbst schützen. Es könnte aber arabischen Verbündeten helfen: "Sie haben sonst keine vergleichbaren Kapazitäten - weder in der Terrorbekämpfung, noch in der militärischen Erfahrung, der Forschung, oder in gewissen anderen sensiblen Bereichen."

Den Europäern warf Lieberman eine einseitig propalästinensische, "sehr kontraproduktive" Nahost-Politik vor. "Der beste Beitrag, den Europa in diesem Konflikt leisten kann, ist, den Nahen Osten einfach zu vergessen", sagte er. "Wir brauchen keinen Vermittler, um mit unseren Nachbarn zu reden."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren