Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon

Bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon gab es am Samstag mindestens elf Tote. Laut dem Militär soll auch ein ranghoher Hisbollah-Befehlshaber darunter sein.
dpa |
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Hisbollah-Kämpfer bei einer früheren Beerdigung eines hochrangigen Hisbollah-Kommandeurs. (Archivbild)
Hisbollah-Kämpfer bei einer früheren Beerdigung eines hochrangigen Hisbollah-Kommandeurs. (Archivbild) © Hussein Malla/AP/dpa
Tel Aviv/Beirut

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs. 

Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine "Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone". Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden.

Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Insgesamt waren am Samstag bei zwei israelischen Luftangriffen im Südlibanon nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens elf Menschen getötet und 19 verletzt worden. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte auf X, es handele sich bei den Angriffen um eine "äußerst ernste Angelegenheit", die Bemühungen zur Stabilisierung untergrabe. 

Israel als auch die proiranische Hisbollah werfen sich gegenseitig regelmäßig Verstöße gegen eine Waffenruhe vor. Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einseitig eine "Sicherheitszone" im Südlibanon verfügt, um Angriffe der Hisbollah auf den Norden des Landes zu verhindern

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