Israel: Hisbollah-Chef wird "mit seinem Kopf bezahlen"

Der israelische Verteidigungsminister hat bereits mehrfach mit der Tötung des Hisbollah-Chefs gedroht. Nun wiederholt er die Drohung trotz einer Waffenruhe und anstehender Gespräche mit dem Libanon.
dpa |
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Israels Verteidigungsminister Israel Katz bei einem früheren Truppenbesuch im Südlibanon. (Archivbild)
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bei einem früheren Truppenbesuch im Südlibanon. (Archivbild) © Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa
Tel Aviv/Beirut

Vor neuen Gesprächen Israels und des Libanons in Washington hat der israelische Verteidigungsminister erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs gedroht. Naim Kassim werde "mit seinem Kopf bezahlen", sagte Minister Israel Katz nach Medienberichten bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag. 

Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, sagte Katz nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet". Die Hisbollah habe Israel "im Dienste ihrer iranischen Herren angegriffen" und werde dafür den Preis zahlen. 

"Jeder, der die Hand gegen Israel erhebt, dem wird sie abgeschlagen. Wir werden nicht zur Realität vor dem 7. Oktober 2023 zurückkehren", sagte Katz demnach. 

Nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf das israelische Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 hat Israel seine Militärstrategie laut Experten von einer auf Abschreckung ausgerichteten Politik hin zu präventiven und offensiven Operationen verschoben. 

Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon werden laut einem Sprecher des US-Außenministeriums am Donnerstag in Washington fortgesetzt.

Israel strebt mit den direkten Verhandlungen ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an und fordert eine Entwaffnung der Hisbollah. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine "Sicherheitszone" eingerichtet, die libanesische Führung spricht dagegen von der Besatzung libanesischem Bodens.

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