Iran will am Atomdeal festhalten - aber nicht um jeden Preis

Der Iran hatte das Atomabkommen mit den fünf UN-Veto-Mächten - USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien - sowie Deutschland geschlossen. Damit sollte die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden.
| dpa
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Iran will am Atomabkommen von 2015 festhalten, dies aber nicht um jeden Preis tun. Sollten die USA weiter Druck ausüben, habe der Iran auch andere Optionen, warnte Atomchef Ali Akbar Salehi.

Teheran - Zum Beispiel könnten iranische Wissenschaftler binnen vier Tagen das Uran von 4 auf 20 Prozent anreichern. "Aber wir hoffen, dass es nicht zu diesem Szenario kommen wird und der Deal bestehen bleibt", sagte Salehi nach einem Treffen mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, in Teheran.

Die IAEA hat laut Salehi seit dem Deal achtmal bestätigt, dass man sich an das Abkommen halte. Dies widerspreche den Zweifeln der US-Regierung. Ihm sei bewusst, dass die IAEA unter massivem politischem Druck der USA stünden, sagte Salehi. Er hoffe aber, dass die UN-Behörde ihre Arbeit weiterhin neutral und sachlich ausüben werde.

Anders als von Medien im Iran berichtet, habe Amano - wie von den USA gefordert - keinen Antrag auf Besichtigung der Militäranlagen gestellt, sagte Salehi. Nach den jüngsten Entwicklungen in den USA im Zusammenhang mit dem Atomabkommen sei Amano auf eigenen Wunsch nach Teheran gekommen, so der iranische Atomchef und Vizepräsident nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

Amano versicherte laut iranischen Medien erneut, dass der Iran bisher alle seine Verpflichtungen im Atomabkommen erfüllt habe. Die US-Kritik an dem Deal wollte er aber direkt nicht kommentieren. Er sagte lediglich, dass der Atomdeal zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten sowie Deutschland erzielt und vom UN-Sicherheitsrat verifiziert worden sei. Daher sollten laut Amano alle Seiten ihre Verpflichtungen erfüllen und auch die IAEA werde ihrerseits ihre Aufsichtsarbeit weiterführen.

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