Iran: Botschafter europäischer Länder einbestellt

Nach langer Debatte stufte die EU Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein. Aus Teheran folgen Reaktionen.
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Der Iran reagiert auf EU-Sanktionen: Parlamentsabgeordnete tragen die Uniformen der Revolutionsgarden. (Archivbild)
Der Iran reagiert auf EU-Sanktionen: Parlamentsabgeordnete tragen die Uniformen der Revolutionsgarden. (Archivbild) © Hamed Malekpour/Islamic Consultative Assembly News Agency;AP/dpa
Tehran

Der Iran hat nach eigenen Angaben in Reaktion auf den EU-Beschluss, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, alle Botschafter europäischer Länder einbestellt. "Gestern und heute wurden alle europäischen Länder und EU-Mitgliedstaaten mit Botschaften in Teheran ins Außenministerium einbestellt", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz. Es sei das "Mindeste", weitere Reaktionen würden folgen.

Parlament reagiert auf EU-Beschluss zu Revolutionsgarden

Bereits am Sonntag hatte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärt, dass die Armeen der Europäer fortan auch als Terrororganisationen betrachtet werden. Er berief sich dabei auf ein Gesetz aus dem Jahr 2019. Aus iranischer Sicht ist damit auch die Bundeswehr eine Terrororganisation. Im Parlament trugen Abgeordnete aus Solidarität Uniformen der Revolutionsgarden. "Tod für Amerika" und "Tod für Israel" riefen einige Politiker mit erhobenen Fäusten, wie auf Videos iranischer Medien zu sehen war.

EU setzt Revolutionsgarden wegen Repressionen auf Terrorliste

Die Europäische Union hatte am Donnerstag entschieden, die Revolutionsgarden wegen ihres blutigen Vorgehens gegen die jüngsten Massenproteste als Terrororganisation einzustufen. Die Entscheidung gilt als symbolischer Schritt, der wegen bereits bestehender Sanktionen wenig praktische Bedeutung haben dürfte. Über die Listung der Revolutionsgarden als Terrororganisation wurde in der EU jahrelang diskutiert.

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