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In der Pflege: Zeit für Ehrlichkeit

AZ-Nachrichtenredakteurin Lisa Marie Albrecht über die Zukunft der Pflege.
| Lisa Marie Albrecht
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In einem Punkt hat Gesundheitsminister Jens Spahn recht: Allem Geld für neue Stellen zum Trotz können Pflegedienste diese schon jetzt nicht besetzen. Und daran werden - auch wenn das natürlich geschehen muss - eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen letztlich nichts ändern.

Die Politik soll sich ehrlich machen

Statt immerfort dem Ideal hinterherzulaufen, über Nacht wie durch ein Wunder Hunderttausende Pflegekräfte zu gewinnen, sollte die Politik sich endlich ehrlich machen: Mit der derzeitigen demografischen Entwicklung und dem eklatanten Personalmangel ist eine Besetzung von 200.000 Pflegestellen oder gar mehr schlicht illusorisch.

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Forderung nach einem Systemwandel

Deshalb fordern Pflegewissenschaftler schon seit längerem einen echten Systemwandel: Vorhandene Personalressourcen müssen besser genutzt, Nachbarschaftsnetzwerke gestärkt und ausgebaut, pflegende Angehörige entlastet werden. Dies zu erkennen, ist die wichtigste Aufgabe für die neue Regierung. Auch für die Pflege gilt: Ein "Weiter so" darf es nicht geben.

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