Im Porträt: Der Richter Frank Rosenow

Frank Rosenow ist der Richter im Prozess gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Ein gelassener Verhandlungsführer und erfahrener Jurist im Porträt.
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Frank Rosenow, Richter im Prozess gegen Christian Wulff.
dpa Frank Rosenow, Richter im Prozess gegen Christian Wulff.

Hannover – Weiße Haare, schlichte schwarze Brille und ein leicht amüsiertes Lächeln im Gesicht: Frank Rosenow ist Vorsitzender Richter der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Hannover. In seinem Richteralltag hat er oft mit Mördern oder Drogenkriminellen zu tun, die Bandbreite menschlicher Schicksale ist ihm nicht fremd. Der Korruptionsprozess gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff ist ein Fall unter vielen für Rosenow – aber einer, auf den sich alle Blicke richten werden. Der Jurist gilt als gelassener Verhandlungsführer, der auch bei brenzligen Themen Ruhe ausstrahlt. Trotz allen Lächelns lässt er im Gerichtssaal nie Unklarheit darüber aufkommen, wer der Herr des Verfahrens ist. Rosenow arbeitet seit 1990 in der niedersächsischen Justiz, zunächst am Landgericht Stade, später am Oberlandesgericht Celle und seit 2010 in Hannover. Der Richter kann auch sehr unkonventionell und pragmatisch agieren: Größere Schlagzeilen machte er, als er 2012 in einem Prozess einen Wachtmeister losschickte, um für einen alkoholkranken Zeugen zwei Flachmänner mit Weinbrand zu kaufen. Der Mann sollte so seine Entzugserscheinungen mildern, um besser auf Fragen antworten zu können. „Was für eine Schnapsidee“, titelte später die lokale Presse.

 

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