Huthi: Haben Verteidigungsministerium in Riad angegriffen

Nahezu täglich beschießt die Huthi-Miliz Ziele in Saudi-Arabien, darunter Flughäfen und Ölanlagen. Nun meldet sie einen weiteren Angriff im Zentrum von Riad.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Saudi-Arabien fängt erneut mehrere Drohnen ab. (Archivbild)
Saudi-Arabien fängt erneut mehrere Drohnen ab. (Archivbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa
Riad/Sanaa

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen. Das Ministerium sei direkt getroffen worden, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Die Rebellen hätten mit Raketen und Drohnen auch die Flughäfen im östlichen Dammam sowie in Abha im Süden angegriffen und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramco in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer. 

Eine Bestätigung von saudischer Seite für den Angriff auf das Verteidigungsministerium gab es zunächst nicht. Es liegt im Zentrum von Riad und wird von Verteidigungsminister Chalid bin Salman geführt, dem Bruder des Kronprinzen und faktischen Herrschers Mohammed bin Salman. Ein Angriff dort wäre ein weiterer, auch symbolischer Erfolg für die Miliz. 

Das saudische Militärbündnis im Jemen erklärte, erneut seien Drohnen unter anderem über Riad abgefangen worden. Bei dem Angriff in Dammam wurden nach saudischen Angaben zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt. 

Saudische Raketenabwehr fängt nicht alle Angriffe ab

Die Huthi im Jemen setzen das benachbarte Saudi-Arabien seit Wochen unter Druck mit nahezu täglichem Beschuss von Flughäfen, Öl-Einrichtungen und anderen Zielen. Trotz des modernen Raketenabwehrsystems, in das Riad Milliarden investierte, treffen die Huthi solch sensible Ziele teils auch tief im Landesinneren. Der Flugverkehr ist massiv beeinträchtigt, mehrere große Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben und Mitarbeiter etwa des staatlichen Ölkonzerns bis auf weiteres ins Homeoffice geschickt. 

Auch im Jemen gehen die Gefechte weiter. Die international anerkannte Regierung warnte dort, dass ihre Truppen künftig auch Aufmärsche der Huthi-Rebellen angreifen könnten. Diese seien "legitime Militärziele" und Bürger seien aufgerufen, sich von solchen Aufmärschen und Kundgebungen fernzuhalten. Die Miliz drohte ihrerseits mit schweren Folgen, wenn Saudi-Arabien jemenitische Stämme angreifen sollte, die die Huthi unterstützen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.