Horst Seehofer lädt Freundinnen seiner Frau ein

Fünf Tennisfreundinnen aus Ingolstadt bekamen eine Einladung zur Filmpreisverleihung des Bayerischen Ministerpräsidenten.
| Angela Böhm
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Freundschaftsdienst bei der Filmpreisverleihung: Gastgeber Horst und Karin Seehofer
dpa Freundschaftsdienst bei der Filmpreisverleihung: Gastgeber Horst und Karin Seehofer

Fünf Tennisfreundinnen aus Ingolstadt bekamen eine Einladung zur Filmpreisverleihung des Bayerischen Ministerpräsidenten.

MÜNCHEN Ein bisserl Amigo geht in Bayern immer: Offenbar wollte First Lady Karin Seehofer ihren Tennisfreundinnen etwas Gutes tun. Die Frauentruppe aus Ingolstadt gehörte zur illustren Gästeschar bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Prinzregententheater. Gastgeber ist dort Ministerpräsident Horst Seehofer. Ein paar Einladungen für den Privatgebrauch können da schon abfallen. Auch Ex-Ministerpräsident Stoiber war dort gerne mit privatem Hofstaat aufgetreten.

Dabei hatte die Staatsregierung erstmals Chips verteilt, mit denen jeder beim Eintritt gescannt wurden. Das sollte verhindern, dass raffinierte Gäste zu Bayerns begehrtester Veranstaltung auch noch Freunde einschmuggeln.

Die Tennis-Clique kam ganz offiziell. Karin Seehofer hatte ihre Freundinnen zuvor noch im hinteren Bereich des „Wintergarten“ zu Snacks und Drinks geladen.

Der „Gästekreis“ für den bayerischen Oscar besteht laut Staatskanzlei aus Vertretern des Films, der Politik, der Wirtschaft, Kultur und der Kirche.

„Der Bayerische Ministerpräsident kann als Gastgeber des Bayerischen Filmpreises Gäste über den oben genannten Personenkreis hinaus einladen“, erklärte Regierungssprecherin Daniela Philippi.

„Ist doch völlig selbstverständlich“, verteidigte Seehofer gestern die Einladung gegenüber der AZ. „Sie fragen ja auch nicht, was meine Frau sonst das ganze Jahr unentgeltlich für den Freistaat tut.“

„Das kann man nicht so gegeneinander aufrechnen“, erklärt Florian Streibl, der Parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler im Landtag. „Das sollte man in der Zwischenzeit gelernt haben. Amigo stirbt in Bayern offenbar nicht aus.“ Er weiß, wovon er redet. Sein Vater Max Streibl musste einst wegen seiner Amigo-Affären als Ministerpräsident gehen.

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